Ueber die Friedensunterhandlungen zu London. 291
gen, gemeinschaftlich mit ihr zu handeln, nicht erman-geln. Man hatte auch der Republik so viele BeweiSshü-rner, als sie immer gefodert, gegeben, daß ihr Interesseauf das nachdrucksamste sollte unterstützt werden. — AberMit allem wurde nichts gewonnen; der Großmurh wurdenicht durch Zutrauen entsprochen»
Frankreich trug der Königinn an, die eigentlicheFriedenshandlung in England, es sey zu London oderln einer andern Stadt, zu veranstalten. Dieser Umstandkrwahret sich als unstreitig aus des Marquis von TorcyDenkwürdigkeiten. Welch eine Kränkung für die Reqpublik, wenn die Königinn diesen Antrag angenommen,wie so schwer würde es ihr allda ohne Unterstützung Eng-lands worden seyn, nur diejenige Vormaur und dieHandelövortheile zu erhalten, die ihr annoch bewilligetworden sind, besonders da der Herr von Torcy von seinesKönigs Mißvergnügen auf die Republik gar kein Ge-heimniß machte, und unter des Königs Mißvergnügenseine eigene Rache verbarg? Die besondern Prelimina.dien für England ausgenommen, ließ die Königinn durchden Graf von Gcrafford, ihren Gesandten, von allenSchritten, die sie that, von allen Gesinnungen, Anbie-tungen Frankreichs der Republik gleichsam Rechenschaft^theilen, auf alle Vorurkheile antworten, — nur um sietu Ablegung derselben und zu einer gemeinschaftlichenUebereinstimmung mit ihr zu bereden. Es war Herab-lassung von England, daß der Graf von Srrafford Be-fehl hatte, durch den Großpensionair den Herren Stan-ken anzuzeigen: „daß die Königinn sich geweigert, zueiner Friedenöhandlung in ihrem eigenen Königreiche dieHände zu bieten. Sie werde es ferner thun, so fern dieStaaten sie nicht nöthigten auf andre Maßregeln zu den-ken ; dies verschaffe ihnen und allen übrigen Bundöge-Uossen Gelegenheit, über ihre verschiedenen Ansprüche^ibst m Unterhandlung einzutreten, und darzu werde dieTs KK