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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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Fünfte Abhandlung.

die Königinn fest entschlossen sey, sich der ungleichen Lastder Kriegskosten, welche sie bisher getragen, zu entledi-gen. — Hierzu aber war der Gesandte abernial nichtbevollmächtiget; nur entschuldigte er seine Obern, daßdieselben bisher es an nichts haben ermangeln lassen, mitdem Zusah, daß man bey den übrigen Bundsgenossenkeine andere Mittel als Aufmunterungen und Vermah-nungen gebrauchen könnte, um sie zu bewegen mehrereKräfte als bisher anzuwenden. — Es schmerzte, vonder vieljährigen Gewohnheit abzuweichen, bey der man jsich so wohl befunden hatte, daß nämlich diejenigenMächte, welchen von dem Kriege die allergrößten Vor-theile zufließen sollten, nur die mindesten Lasten und Un-kosten, diejenige hingegen, welche sich nur akL Hülfe lei-stender Theil in den Krieg eingelassen, welche weit gerin-gere Vortheile als der Kaiser und die vereinigten Nieder-lande zu erwarten hatte, die größten und wichtigsten tra-gen sollte. — Doch wurde endlich, da der Gesandte Voll-macht erhalten, der Plan des künftigen Feldzugs nochvor Ablauf des irrten JahrH zwischen beyden Mäch-ten gemeinsam verabredet: zuvor aber mußten die Gene- !ralstaaten der Königinn ihre Einwilligung zu Eröfnungder allgemeinen Friedcnshandlung, und zwar in der StadtUtrecht, schriftlich ertheilen.

So gewann es den Anschein, als wollten die Regen-ten der vereinigten Niederlande den geänderten Umstän-den nachgeben. Jedoch derselben Einwilligung zu Er-öfnung einer FriedenShandlung war nicht ganz aufrichtig-Man hoste noch immer, das was schon gewissermaßenzwischen England und Frankreich sechs Richtigkeit hatte,wiederum zu zerstören, mit der letztem Krone sich zumNachtheil der erstem einseitig zu verstehen, der Königinndas so beneidete Miktleramt zu entreißen, solches sich selbstzuzuwenden, und in genauestem Verständniß mit dem neu-en Kaiser, dem einzigen Erben der ganzen österreichsche» !

Macht