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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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308
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Sechste Abhandlung.

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größere Macht zu meiner Erhaltung anwenden, machtin dem Augenblick, wenn die Leidenschaften toben, nichtden geringsten Eindruck. Man will lieber fallen, alssich erhalten, wenn nur der Gegner auch zu schwach ist,sich selbst zu erhalten, und seinen Sturz nicht abwendenkann. —

Der Herr von Buys, Gesandter der Republik inEngland, unternahm was in seinen Kräften war, umden Whigs und den abgedankten Staatsbedienten dasUebergewicht in dem Parlament, über die Tones unddie an der Regierung stehende Minister zu verschaffen.Des Prinz Eugen Reise und Gesandschaft an denHof der Königinn hatte den gleichen Zweck, durch Em-porbringung der vorigen Minister das ganze Friedens-werk aufzuheben. Die Königinn und ihre Minister,denen diese Absichten des Prinzen, unter dem Vowandeiner außerordentlichen Gesandtschaft Verwirrungen inEngland anzufachen, kein Geheimniß war, thaten allesum ihm dieselben abzurathen. Dennoch, weil er keineneigentlichen Abschlag erhalten, daß seine Ankunft derKöniginn unangenehm sey, langte er zu eben der Zeit inLondon an, als die Unterhandlungen zu Utrecht eröfnetwerden sollten. Aber nunmehr war das Ansehen unddie Macht der Minister befestiget, sie hatten sich nichtnur das Zutrauen der Königinn, sondern auch des vor-züglichern Theils der Nation erworben, welche einen vor-theilhasien Frieden wünschte und für sehr nothwendighielt. Schon der Herr von Buys hakte Gelegenheit,hieven Erfahrung zu machen. Der GroßschaHmeisterGraf von Oxford, der von ihm und allen Whigs ammeisten verabscheuet erste Staatöbediente, ließ es ihnmehrmal merken, daß er seine Entwürfe kenne und wisse,und doch dieselben nicht fürchte. Das gleiche Schick-sal widerfuhr dem Prinz Eugen. Man hatte schonvor seiner Ankunft gegen dessen verabredete Maßregelnmit den Whigs genügsame Vorsehung gethan. Man

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