Ueber die Unterhandlungen zn Utrecht. zog
beobachtete jeden seiner Schritte nach seiner Ankunft mitnicht weniger Genauigkeit, als solches zuvor gegen die Un-ternehmungen des von Buys geschehen war. Der stärksteBeweis von dem sich mehrenden Ansehen der Minister,und dem Zutrauen, welches dieselben, ich will nicht sa-gen bey der ganzen Nation, aber doch bey dem Parla-ment, denjenigen, welche die ganze Nation vorstellen,erlangt hatten, war, daß die Königinn wenige Wochenvor der Ankunft des Prinz Eugens zu London, denHerzog von Marlborough, den mächtigsten, denreichsten Unterthan, den Mann, der so vieles zu derUebermacht der Bundsgenossen über den gemeinsamenFeind beygetragen, aller seiner Bedienungen entsetzte:ja daß eben dieser große Mann von dem Unterhause,von derjenigen Versammlung, welche ihn zehen Jahrehindurch im Namen der ganzen Nation mit Lobeserhe-bungen, mit Danksagungen für seine Verdienste über-häuft hatte, veruntreuen Verwaltung, und der Unter-schlagung eines wichtigen Theils der zu Unterhaltungdes Kriegsheerö bestimmten Gelder angeklagt wurde.Dieser große Mann mußte es empfinden, daß er nichtunabhanglich, daß er einen Obern über sich habe. Sei-ne Entlassung war ein Donnerschlag für den Prinz Eu-gen, und für seine Anhänger so wohl in den vereinigtenNiederlanden, als in England, selbst. Eine Begeben-heit, welche vornehmlich auf die Denkensart der Repu-blik hätte Einfluß haben und dieselbe gewinnen sollen.Nunmehr mit der alle Macht besitzenden Parthey über-einstimmend zu ihrem eignen Vortheil zu handeln, in-dem, wenn die Königinn bey dem Leben bleiben sollte,kein Anschein mehr war, daß die jetzigen Minister durchdie abgedankten, und durch die Parthey der Whigskönnten gestürzt werden. Aber auch dermal brachte die-ses unvermuthete Ereigniß diese Wirkung in den Gesin-nungen der Herren Generalstaaten noch nicht hervor.Man sahe das baldige Absterben der wirklich schwachenU Z Koni-