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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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315
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Ueber die Unterhandlungen zu Utrecht. z i;

zur Widersetzlichkeit zu verleiten, damit dadurch die zwi-sehen beyden Machten verabredeten Maßregeln ganzlichzernichtet würden.

Die Gesandschast des Prinz Eugen an den Hof zuLondon verschafte dem Kaiser eben so wenigen wahrenNutzen, als die des Herren von Buys den vereinigtenNiederlanden. Weder der eine noch der andere konnte! die englischen Minister auf ihnen erwünschte Gesinnun-

! gen bringen. Jeder empfand sich mit den ihnen gemein,

samen Freunden zu schwach, dieselben ihrer Macht undihres Ansehens zu berauben. Jeder sahe in Voraus,daß Frankreich und England bey dem Frieden gewinnenwürden. Dennoch wollte weder der Prinz noch dervon Buss seinen Oberherren die Uebereinstimmung mitEngland, wenigstens nur für so lange Zeit belieben, alsdie diesmaligen Gesinnungen allda die herrschenden seyen,um den Gewinn Frankreichs durch diese Einkracht zuvermindern, den ihrer Obern aber zu vergrößern. Bey.de entschlossen sich vielmehr, der Friedenehandlung ssviele Hindernisse in den Weg zu legen, als ihnen jederTag dazu Skof an die Hand bieten würde, um indessenden Tod der Königinn von England, und damit dasZiel ihrer Wünsche, welches nicht mehr fern seyn könn-te, und dann mit demselben einen Zeitpunkt ganz entge.gengesetzter, der ehemals herrschenden, und ihren Absich.ten so sehr günstigen StaaksgrundsaHe abzuwarten. —Ich will aber zu der mrechtschen Friedensversayimelung selbst wiederum einlenken.

Die Königinn Anna ernannte zu ihren Bevollmäch-tigten auf die Versammlung zu Utrecht den Hrn. Robin.son, Lord Bischof von Bristol, geheimen Siegelverwah-rer ; dann ihren Abgesandten in dem Haag, den Graf von

Straft

2) Man sehe die Nemolres äs M. lorcx D III.S. 169.