Sechste Abhandlung.
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Strafford, ehemaligen Lord Rabi. Die dritte Stellewar dem Herrn Prior vorbehalten, doch öffentlich wurdeer noch nicht dazu ernannt. §r kam auch niemals nachUtrecht, weil er wahrend der Versammlung wichtige Ge-schäfte an dem französischen Hofe zu besorgen hatte.Frankreich ordnete dahin ab, den Marschall von Huxel--les , den Abt von polignak und den Herren Mencr-ger: drey Männer, welche uns schon aus den Unter-handlungen zu Gertruydenberg und zu London be-kannt sind. Die Ehre den Frieden zu unterschreibenwurde aber dem Herrn von polignak nicht zu Theile,wohl aber eine andere, welche eben so sehr Rang- und !Ehrsucht befriedigen konnte. Der König Ludwig bat sich ^für denselben, um seine Verdienste zu krönen, von demPabst KlemenS XI. noch wahrend der Friedenöhandlungden Kardinalöhut aus. Deö Rangs wegen, welchenihm diese Würde verschafte, konnte er nicht mehr derzweyte Abgeordnete seyn. Eö hinderte ihn auch dieselbe,neben Gesandten und einem Bischof, protestantischerFürsten in dem Glanz eines Kardinals zu erscheinen,welche diese Würde nicht gleich hoch achten. Die wich-tigsten Gesandten der Republik waren der Graf vonFechtern und der Herr von Buys, nebst andern,die aber sich nicht vorzüglich ausgezeichnet haben. DerLord Bischof von Bristol war auf der ganzen Versamm-lung gleichsam die Seele, die alles belebte, so wie esgewissermaßen auf den Versammlungen in dem Haagund zu Gercruydenderg der Herr Heinstus gewesen,der solches auch zu Utrecht aber vergeblich, zu seynwünschte.
Schon vor dem Ende des Wirten Jahrs mußteder Lord geheime Siegelverwahrer nach dem Haag ab-reisen. Hatten gleich die Königinn und ihre Staatsbe-dienten gerechte Ursachen über die Generalstaaten miß-vergnügt zu seyn, so lag doch denselben vieles daran, daßdie Republik zum Besten aller Bundögenossen mit ihnen