Buch 
Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
Entstehung
Seite
319
JPEG-Download
 

Ueber die Unterhandlungen zu Utrecht. z

nossen an Frankreich weit höhere Foderungen thun, alssie zu erhalten wirklich Sicherheit hatten. Die Beding»nisse, welche sie für England fodern sollten, und dieschon so viel als gewiß zugestanden waren, habe ich schonbemerket. Ich werde nun die wichtigsten anzeigen, wel-che sie zum Besten einiger der Buncsgenossen machensollten.

„Für den Kaiser und das Reich sollten sie fodern:Gnaßburg, das Fort Rell, samt dein, was darzugehört; die Schleifung der Festung Hüningen, Neu-Brijach und Fort Louis, in einer bestimmten Zeit,auf Frankreichs eigene Unkosten, mit Versicherung die«selben in keiner Zeit wieder aufzubauen."

„Für den Raiser besonders, die Stadt Brisachmit ihrem Gebiet."

„Das Elsaß sollte Frankreich nicht anders, als demWestfälischen Frieden gemäß besitzen; also über dieZehen Reichsstädte, die in dieser Landschaft liegen, nurdas Recht der Landvogtey genießen. Die BesestigungS-werke aller dieser Städte sollten in denjenigen Standgesetzt werden, in welchem sie zur Zeit des gedachten Frie-densschlusses gewesen. Landau sollte dem Kaiser unddem Reiche verbleiben, mit der Freyheit, die Festungs-werke beyzubehalten oder zu schleifen."

„Der Anhang des vierten Artikels des Ryßwicki-scheu Friedensschlusses, der in Absicht auf die pro-testantische Religion in einigen Gegenden dem Westfä-lischen entgegen ist, soll abgeschaft und alles was dieprotestantische Religion becrift, wiederum auf den Fußdes Westfälischen Friedens gesetzt werden."

„ Für die vereinigten Niederlande sollten die engli-schen Bevollmächtigten, als derselben künftige Vormaurfodern. „FürneS, das Fort Knok, Mcnin, Hpres,Ulle oder Rössel, Tournay, Conde', ValcncienneS,Maubeuge, Douay, Bechüne, St. Venant und Bou-

chain,