zss Sechste Abhandlung.
Engländer zu entsprechen, stichelte er mit Bitterkeit auf ,die besondren Vortheile, welche sich England von Frank- jreich im voraus bedungen. Er drang darauf, daß seineHerren an allen denselben, vornehmlich aber an demSclavenhandel, gleichen Antheil haben sollten. Er ver-mied es vorsätzlich, zu einem allgemeinen Friedensent-wurfe Hand zu bieten; er behauptete gerade zu, diessey eine Sache, worein weder er, noch seine Mitgesand-ten willigen könnten, bevor nicht die Staaten als gleicheTheilhaber mit Britannien an der Handlung mit Spa-nien zugelassen würden. — Welche Vortheile gabendie Bundsgenossen durch diese Mißhelligkeiten dem ge-meinsamen Feinde über sich alle! Diese Widersetzlich-keit des von Buys bestärkte die englischen Gesandten indem schon gefaßten Verdacht, daß die Republik sichheimlich bemühe, mit Frankreich einen besondern Frie-den zu schließen. Ein Verdacht, der sich bald nach der >Eröfnung der Friedensversammlung in zuverlässige Gc« jwißheit verwandelte, da der Bischof von Bristol bey ^dem Abt von Polignak einen geschäftigen und arglisti-gen Unterhändler Namens Molo von Amsterdam, derauch schon zu Geschäften dieser Art gebraucht worden, ^antraf. Der Abt gestund nach seiner Freymüthgkeit!die Absichten des Molo, versicherte aber, daß derselbeniemals weder bey den königlichen Bevollmächtigten,noch bey dem Staatsminister, dem Marquis von Torcy,mit seinem Gesuch Gehör finden werde. — Für Frank-reich war dieser lange ausgezogene Unterhändler ein garzuträgliches Mittel, nicht nur das Mißtrauen und dieEifersucht beyder Mächte gegen einander zu vermehren,sondern so gar den Nachdruck der Foderungen Englandsfür sich, und dessen Unterstützung andrer Mächte znschwächen.
Die Eifersucht der Republik gegen England erhielt ^dadurch einen nicht geringen Zuwachs, da der Lord gc< !Heime Siegelverwahrer, und Bischof zu Bristol, als
erster '