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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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324
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Sechste Abhandlung.

auf Befehl seines Königs vor einigen Monaten der Kö-niginn von Großbritannien übergeben, zu erläutern;ferner, ein bestimmtes ausführliches Projekt über alledie Punkte, welche sein König eingehen wollte, vorzule-gen? Er verlangte aber im Gegentheil auch, daß jedervon den Bundsgenosten, bey ihren zu machenden ver-schiedenen Anforderungen, ebenfalls eine bestimmte undausführliche Antwort ertheilen sollte.

Die ganze Friedensunterhandlung beruhete also inihren wesentlichsten Punkten auf demjenigen, was schonin dem vergangnen Jahre zwischen England und Frank-reich , nicht nur in Beziehung auf sie beyde allein, son-dern auch in Absicht auf jeden der Bundsgenosten, alsdie Grundlage des allgemeinen Friedensschlusses festge-setzt worden war. Da die minder mächtigen Bundsge-nosten sich also dasjenige in der Hauptsache, oder nurmit weniger Veränderung mußten gefallen lassen, wasdie mächtigeren, gleichsam als Vormünder derselben, ohneihr Beyseyn und Zustimmung verabredet hatten; sodurste man mir Grunde erwarten, daß eine solche Frie-denöversammlung in einer Zeit von wenigen Wochen ihreEndschaft erzielen sollte. Allein unvorgesehene Zwischen-falle, dergleichen sich auch während dieser Versamm-lung und zwar von der äußersten Wichtigkeit zutrugen;Abschickung von Kouriers an nähere und entfernte Höfeum die Einwilligung über diese und jene Artikel zu er-halten; die besonderen Künste, welche aus solchen Ver-sammlungen bald zum Vortheil des einen, bald zuchNachtheil des andern Theils, in Bewegung gebrachtwerden, — diese letzkren vornehmlich, fodern gemeini-glich weit mehrere Zeit als die Berichtigung der Haupt»angelegenheiten.

Von den großen Mächten waren es nur Englandund Frankreich, denen die baldige Endigung der Frie-densversammlung aufrichtig am Herzen lag. Bepve