zr6 Sechste Abhandlung.
mit seinen übrigen Erblonden zu vereinbaren gestatten !würde. Er aber wünschte wenigstens einen solchen Frie-den, wie derselbe noch bey dem Leben des Kaisers Jo-seph, seines Bruders, hatte können erlangt werden, wel-chen man aber verworfen hatte, weil man noch großer«Vortheile erwartete.
Die vereinigten Niederlande bereueten es nunmehr,daß sie die gelegene Zeit, ihr Ansehen zu befestigen,Schiedsrichter der Staaten zu seyn, sich selbst die erstenund wichtigsten Vortheile zuzuwenden, versäumet; daßEngland sich ihre Feh-er zu Nutze gemacht, und daßdasselbe sich mit dem Ansehen und den Vortheilen glück-lich schätzte, welche ihnen annoch zu gerim schäbig gewesen.Es schmerzte dieselben, daß sie nunmehr gleichsam vonEngland abhängen, und mit Vortheilen von der zweytenWichtigkeit sich begnügen mußten. Aber von der Zeit, ,wenn nur die Friedenshandlung in die Lange könnte ge- >zogen werden, erwarteten sie die vollkommenste Rück-kehr aller ihnen entgangenen Vortheile. Ihre Abgeord-neten ließen es sich sehr angelegen seyn, die Gewogenheit !der kaiserlichen Bevollmächtigten zu unterhalten, um sich !alle Handlungsvortheile in Absicht auf Svanien undWestindien zu versichern, im Fall daß diese Herrschaftendem Kaiser könnten verschaffet werden. War aber da- ^zumal auch nur derMindeste Anschein von Hoffnung, daßsolche Zeiten wiederum kommen sollten, nachdem diesel-ben mit dem Absterben des Kaisers Joseph gänzlich ver-schwunden waren? Dies soll doch nach dem Zeugniß deSDechant von St. Panik die Urfach gewesen seyn,daß die Abgeordneten der Republik sich dem von dein jHerrn Menager vorgeschlagenen billigen Beding mit!Heftigkeit widersetzten, und daß sie nur durch triftig^ iVorstellungen zu Annehmung desselben sich haben bewe-gen lassen. i
England nahm zu verschiedenen Mitteln, zu ernst-lichen und freundschaftlichen Vorstellungen Zuflucht, un>
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