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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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Ueber die Unterhandlungen zu Utrecht. 327

diesen Eigensinn der Staaten so wohl, als ihrer Ab-geordneten zu Utrecht zu heilen. Ein außerordentlicherGesandter, der Herr Thomas Harley, ein naher An-verwandter des ersten Ministers, Graf von Oxford,Mußte dem Großpensionair und den Staaten erklären:„Wenn sich dieselben noch jetzt mit der Königinn genauvereinigen; wenn sie ihr wegen Abändert,ng des altenBarriere-Tractatö Genugthuung verschaffen; wenn ihreAbgeordneten zu Utrecht mit den englischen gemeinschaft-lich handeln wollten, so f y es möglich für die Bunds-genoffen insgesamt einen sichern und vorkheilhasten Frie-den zu erhalten. Seyen aber die Staaten hierzu nichtgeneigt, so werde die Königinn für die Sicherheit undErhaltung ihrer eignen Staaten sorgen, und sich mit den-jenigen ihrer Verbündeten vereinigen, welche hierzu tustbezeigten.

In Absicht auf den Krieg hatte das Verhalten derVerbündeten, da dieselben sich der Königinn so wohldurch geheime Intriguen, die sie unter ihren Untertha-nen angesponnen, als auch durch öffentliche Remonstra-tionen widersetzt, die Kammer der Gemeinen bewogen,diese ganze Sache aus den Händen der Staatsbedien-ten weg zu nehmen. — Eigentlich war dieses das Werkder Minister; sie ließen es willig geschehen, daß das Un-terhaus gewissermaßen die Hände über den Krieg schlug,denn bey der Königinn und den Ministern war es festbeschlossen, alle Gelegenheiten mit der äußersten Sorg-falt zu vermeiden, daß die englischen Völker mit denfranzösischen zu keinen Thätlichkeiten kommen möchten,bim solches noch sicherer zu verhüten, wurde der Ober-befehl über alle englische und in dem Solde dieser Kroneflehende Völker dem Herzog von <Vrmond, einem Kriegs.Mann, der den Ministern gänzlich ergeben war, aufge-tragen.

Wenn aber die gegenwärtige Friedenöhandlung durchdie Weigerung der Republik, der Königinn die Hände

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