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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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328
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Sechste Abhandlung.

zu bieten, sollte abgebrochen werden, so werde sie danndarauf bestehen, daß ihr einige Plätze als Pfänder über-geben werden, damit die Geucralstaaten keine andere Un-terhandlung anfangen wollen, als mit ihrem Vorwissenund Theilnehmung.

Und um alle Hofming zu benehmen, daß die Re-publik an den besondern Vortheilen Englands Antheilhaben könne, ließ die Königinn den Staaten, wie auchderselben Abgeordneten zu Utrecht, rund heraus anzeigen,daß auch die äußerste Noth Sie niemals bewegen werdevon ihrem Begehren abzustehen, den Sklavenhandelallein zu besitzen, und eben auch also Gibraltar und dieAnsel Minorka zu behalten. — Aber um die Eifer-sucht der Staaten zu mindern wollte sie sich begnügen,die Handlung ihrer Unterthanen nach Spanien und Ame-rika wiederum auf die Bedmgnisse zu seyen, wiesolche unter dem letzten spanischen Ixönig Ixarl! I.gewesen, das ist, die Königinn wollte den Vortheil vonfunfzehen vom Hundert, welchen ihr der König vonFrankreich vermöge einer Vollmacht von dem KönigPhilipp schon wirklich zugesagt, aufgeben und sich begnü-gen die Handlung nach Spanien nur auf dem Fuße fort-zusetzen, wie England dieselbe vor dem Ausbruch deSKriegs gehabt. — Dies war doch Herablassung desMächtigern zu dem Schwachem? Ein Beweis, daßdie Königinn die genaue Uebereinstimmung mit der Re-publik hoch schätzte. Würde sonst dieselbe, um eine andereMacht zu gewinnen in ihre Maßregeln einzutreten, sichjeiuals entschlossen haben, schon erhaltene große Hand-lungövortheile aufzuopfern und dahin zu geben?— Dochalle diese Proben von Aufrichtigkeit, Nachgeben undHerablassung konnten die Republik-, oder vielmehr denvon Buys noch nicht gewinnen. Er reiste zwar nachdem Haag, um nach seinem Vorgeben fernere Verhaktungsbefehle einzuholen; allein er und die übrigen Ab-geordneten kamen mit der stolzen Antwort zurück: „sie

hätten