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Ueber die Unterhandlungen zu Utrecht.
niß, vielmehr federten sie dieselben auf mit der Königinndaran Antheil zu nehmen. Frankreich hatte der Köni-ginn in geheim Versicherung ertheilt, Dünkirchen, solang der Stillstand wahrete, in ihre Hände zu überge-ben. Nun machte sie der Republik Hofnung, daß wennauch sie sich zu dem Waffenstillstand entschließe, Frank-reich sich nicht weigern werde, als ein Pfand der Si-cherheit desselben der Republik entweder die FestungConde', oder Chambray zu übergeben. Aber da dieRepublik gar nichts von einem Stillstand hören wollte,kann es mit Grunde der Königinn verdacht werden,daß sie es unternahm einseitig an die Ausführung diesesEntschlusses Hand anzulegen? Wahr ist es, Frankreichweigerte sich als ein Pfand der Sicherheit des Stillstandsder Republik eine der beyden Städte zu übergeben, wel-che England für sie verlangte. Frankreichs Stolz gegendie Republik hatte dazumal schon wiederum eine hoheStufe erstiegen. Diese Krone, oder vielmehr der Mar-quis von Torcy, der den Uebermuth der niederländi-schen Abgeordneten zu der fruchtlosen Friedenshandlungin dem Haag noch nicht vergessen hatte, wollte nun-mehr die Republik empfinden lassen, wie so sehr die Um-stände sich geändert, und daß die Zeit verflossen sey, dasie von dem König Pfänder für die Sicherheit seiner Zu-sagen und geschlossener Verträge fodern konnte. — Je-doch , würde sich wohl Frankreich beharrlich geweigerthaben, der Republik, so lang der Stillstand wahrensollte, eine der beyden Städte zu überlassen, wenn Eng-land und dieselbe einträchtig gedacht und gehandelt hat-ten? Nur die zwischen beyden Mächten waltende Eifer-sucht, die Frankreich mehr zu unterhalten, als zu tilgenbedacht war, machte den Minister so stolz, es als eineBeleidigung der Ehre seines Königs anzunehmen, dasi>r die Republik ein Pfand für die Sicherheit des Still-stands verlangt wurde. — Dieses war aber nicht derrinzige Beweis von Stolz und Geringschätzung, welche
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