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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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342
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Z42 Sechste Abhandlung.

der Herr von Torcv im Namen seines Königs die ver-einigten Niederlande, so lang die FriedenSunterhand-lung dauerte, fühlen ließ; ich werde noch einiger zu ge-denken den Anlaß haben.

Kaum war der Entschluß des Königs in Spaniendurch den französischen Hof dem englischen kund gemachtworden, als der Lord Bolingbroke auf Befehl der Köni-ginn dem erster» ein abermaliges Memorial übersandte,welches die letztem Federungen der Königinn für sich undihre Unterthanen enthielt. Die wichtigsten Geschäftewurden also nicht zu Utrecht durch die beyderseitigenBevollmächtigten, sondern durch einen Briefwechselzwischen dem Marquis von Torcy und dem Lord Bo-lingbroke, und dann durch des Lords Gesandtschaft anden französischen Hof berichtiget. England hakte Ursa-chen, in die Absichten der Bundsgenoffcn ein Mißtrauenzu setzen. Es wußte auch, daß weder die Republik,am wenigsten aber der Kaiser sich dermal zu einem Still-stand entschließen würden. Es fand es bey solchen un-gleichen Gesinnungen auch nicht nothwendig, daß dieBundsgenossen jeden Schritt, welchen es gegen denFrieden that, durch ihre Kundschafter erfahren und hin-tertreiben fällten. Beyder Kronen Gesandte warenauch nicht so weit bevollmächtiget, daß sie alle Schwie-rigkeiten abthun, oder gar neue Foderungen ohne neueVerhaltungsbefehle bewilligen durften. Die Unterhand-lunge'n konnten auch in weniger Zeit vermittelst der bey-den Höfe selbst schneller, als durch die Gesandten zurvollkommnen Richtigkeit gebracht werden.

Die fünf ersteren Artikel des englischen Memori-als enthielten Foderungen, welche dieser Krone in Nord-amerika annoch sollten zugestanden werden. Die übrigenbezogen sich auf einen Handelsvertrag zwischen beydenNationen.

Werd-