Ueber die Unterhandlungen zu Utrecht. z;z
r. „Daß da der Stillstand anfänglich von derKöniginn nur auf zwey Monat angetragen worden,derselbe nun auf drey, sogar auf vier Monat ausgedehntseyn sollte, wenn es die Nothwendigkeit erheischte.
2. „Daß wahrend des Stillstands die Verzicht-leistung des Königs Philipp auf die französische, und der! Prinzen von dem königlich französischen Geblüte auf diespanische Krone erfolgen sollte."
! Die Königinn verlangte, daß die Verzicht desKönigs Philipp von den Ständen des KönigreichsFrankreich auf die allerfeyerlichste Weife sollte bekräftigetwerden. Allein, da der König in Frankreich keineVersammlung der ehemaligen drey Stande des König-.
^ reichö ferner zu gestatten fest entschlossen war, so ändert?er mit Nachsicht der Königinn diesen Zusah dahin, daßer versprach, des Königs, seines Enkels, Entsagungvon der französischen Krone anzunehmen; daß dieselbenachher öffentlich auf seinen Befehl allgemein bekanntgemacht, und bey den Parlamenkern des Königreichs aufdie allerfeyerlichste Weise einregistrii er werden, daß fernerdie offenen Briefe (Uerrres I'grenkeü.) welche der König! diesem seinem Enkel indem Christmonat des ^ooten^ Jahrs zugestellt und Kraft derer sein Geburtsrecht auf! die französische Krone, ungeachtet seiner Abwesenheitaus dem Königreich, ungesilnvacht bestehen sollte, inI den Registern des Parlaments mit Einwilligung des! Königs in Spanien ausgestrichen, gänzlich entkräftet,i und vernichtet werden sollten.
I z. „ Die französische Besahung sollte aus Dünkirchenousziehen, hingegen diese Festung an eben dem Tags,da der Stillstand bekannt gemacht werde, den englischenKricgsvölkern übergeben werden. Die Festung sollte soiang in der Gewalt der Königinn bleiben, bis es ent-^ schieden sey, welch ein Ersatz dem König für die Zer-! Z störung