>r
e-
n
i.
i-
i-
^s
iej
ir
»,
n
ki
i-
s
I-
e
il
-e
r
rr
b
ii
d
h
-
I
-
I
Ueber dieMnttrhandlungen zu Utrecht. 359
sich trennen würden, mit ihm ziehen, oder sich zum Her-zog schlagen wollten? so willigten die Anführer derdänischen, brandcnburgischen und hannoverischen Völ-ker ein, mit dem Prinz sich zu vereinbaren. Zwey Feld-herren allein, die aber nur wenige Völker unter sich hat-ten, blieben bey dem Herzog. Daö englische Heer, wel-ches mit den besoldeten Truppen funfzigtausend Mannausmachte, wurde durch diesen Abzug auf ein und zwan-zig tausend herunter gesetzt. Unstreitig ist es, daß dieachtzehn tausend Engländer den Kern des vereinigtenHeers ausgemacht haben. Dies erfuhren die Bunds-genossen gar bald.
England und die vereinigten Niederlande stunden da-mals mehr als Feinde, denn wie Bundsgenossen gegeneinander. Mißverständnisse unter ungleichen Machtenmüssen natürlicher Weise dem Schwachem, er mag sichaus eigner Bewegung, oder durch eine dritte Machtverblenden lassen, zum Nachtheil auöschlagen. Wederdie ScaatSbedienten noch der Herzog von (Drmond woll-ten sich von der Republik trotzen lassen. Beyde ließendieselbe beynahe zu gleicher Zeit die Folgen ihres Miß-vergnügens empfinden. Der Herzog that es, ohne aus-drücklichen Befehl dazu zu haben. Aber wenn eine kühneund zugleich vortheilhafte Unternehmung, die ein Feld-herr eigenmächtig unternimmt, mit glücklichem Erfolgbegleitet wird, dann mangelt der Beyfall der Obern sel-ten. Gemeiniglich erwirbt man sich, oder vermehrt denRuhm eines klugen und unternehmenden Feldherrn. —Der Herzog zog sich nach seiner Trennung von dem PrinzEugen, zur Zeit da dieser Feldherr Landrecy belagerte.Mit seinem kleinen Heer gegen das Meer, so wie erglaubte daß dieses dem Dienst seiner Königinn zuträglichseyn möchte. Bey Flures meldeten ihm die Osficiereseiner Vortruppen, daß die Befehlshaber der FestungenBouchain, Douay, Lilie und Tournay ihnen nicht nurden Durchzug, sondern so gar die Freyheit des Eingangs
Z 4 in