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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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Sechste Abhandlung.

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in diese Städte abgeschlagen hatten, mit dem Beyfügen,es geschehe solches auf Befehl, ihrer Obern der General-staaten. Man erinnere sich, daß alle diese Festungenvornehmlich durch die englischen, und die in dem Soldder Königinn stehenden Kriegsvölker und Geschütze wa-ren erobert worden. Da der Herzog auf diese Anzeigeseinem Heer eine Stellung gab, als ob er sich gegenWarneton auf dem Wege nach Dünkirchen in Bewe-gung setzen wollte, so ertheilte er demselben unvermuthekBefehl zu einer Wendung gegen tDrchies , einer Stadtdie grade nach Gent zuführte. Nunmehr war es zuspat, daß der Prinz Eugen, der so gleich das Ziel die,ser unerwarteten Wendung einsähe, das unfreundlicheBetragen der Befehlshaber der Republik entschuldigenließ. Unaufhaltsam besetzte der Herzog mit seinen Völ-kern die Stadt und Zitadelle von Üdent. Er that nachetlichen Tagen das gleiche mit Brügges; lind dies ge-schahe mit dem besten Willen der Einwohner dieser bey-den ehemals so mächtigen Städte.

So gewann der Herzog von (Ormond, vermittelstseiner klugen Wendung, seiner Königinn ein wichtigesund sicheres Unterpfand, so wohl gegen die Republik,als auch gegen Frankreich. Dieses setzte sie noch starkerin Stand, bey den noch übrigen Unterhandlungen Mitt-lerinn zu seyn. Nunmehr konnten ohne ihre Bewilli-gung keine Lebensmittel weder über die Scheide, nochüber die Eis, gebracht werden. Es stund also, wennsie ferner gereizt werden sollte, in ihrer Gewalt, das ver-bündete Heer auszuhungern. Aber gleich von dem Tagder Vesihnchmung dieser beyden Städte gewöhnten sichdie kaiserlichen Feldherrn und die Republik, der Köni-ginn mit mehrerer Anständigkeit und Höflichkeit zu be-gegnen. Ein Umstand, den sie bey verschiedenen Ge-legenheiten beynahe gänzlich hintan zu setzen geneigtwaren.

Aber