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Sechste Abhandlung.
sahen. In der That war auch das Heer der Bunds-genosten der Zahl nach starker, als das französische.Diejenigen Völker dieneten aber nicht mehr bey diesemHeer, welche immerzu mit der größten Unerschrockenheitangriffen, und mit unerschütterlicher Standhaftigkcitaushielten; die von Freunden und Feinden das Zeug-niß hatten, daß sie zu den erfochtenen Siegen derBundS-gcnoffen in Deutschland so wohl, als in den Niederlan-den, das allermeiste beygetragen haben. — Unstreitigist es, daß der Abzug der Engländer den beynahe ganzeingesunkenen Muth der Franzose., sehr erhöhet. Diesehielten nicht ohne Grund einen englischen Feldherrn ander Spitze englischer Völker für unüberwindlich. '
So kam der unglückliche Tag bey Denain, ") dader Graf von Albemarlc von dem Marschall von Vil-la, s auf das Haupt geschlagen wurde: noch ehe dieStaaten unter sich selbst genugsam einig waren, ob esihnen vortheilhafter sey, in Gemeinschaft Englands ei-nen noch vortheilhaften Frieden zu schließen; oder aberin Verbindung mit dem Kaiser, in gewisser Erwartungdaß eö nachmals bey ihnen stehen werde die Schicksaleder Völker zu entscheiden, den Krieg fortzusetzen? Aberso wie die.Nachricht von der Niederlage des Hannibalsdurch den Scipio bey Zanm, das Geblüt des Rathszu Carthago, der Freunde und der Feinde des Hanni-bals, erstarrend gemacht, so äußerte sich beynahe diegleiche Wirkung bey den Regenten der Republik, als siedie unerwartete Nachricht dieser Niederlage anhörenmußten. Freunde und Feinde des Kriegs stunden gleichbetroffen. Mit stillen, aber verweisenden Vorwürfensahe je einer auf den andern. Man stellte sich die Feindeschon in das eigenthümliche Gebiet derj Republik vor-gedrungen, und mit ihnen den gewohnten Uebermuth
derer/
») Den 2gten Heum. 1712.