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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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388
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z88 Sechste Abhandlung.

zu er sie denn auch auf seiner Königinn besondern Be» <fehl auffodcre. — Doch erkläret« sich der Bi'chof, daß iwenn ja der eine oder andere auf den hierzu angesetzten -Tag nicht zu Ende kommen könnte, so würde man den- 2selben eine hinlängliche Zeit bewilligen um dem Frieden sbeyzutrcten. l

Fünf Mächte von den Bundsgenossen, nämlich ^England, Portugal, Preußen, Savoyen und die ^verenngc?n Niederlande, stunden demnach im Be- xgrif, so wohl mit Frankreich, als auch mit dem Kö- snig Philipp, den jede derselben als König von Spanien §erkannte, jede ihren besondern Frieden abzuschließen. ^

Nur blieb noch diejenige Macht zurück, zu deren kBesten der Krieg war unternommen und das große §Bündniß geschlossen worden, der Aaiser. Ich will dnicht untersuchen, in wie weit die Beschuldigung be- bgründet sey, daß die Königinn von England das Schick-sal dieses Monarchen und des deutschen Reichs Frank- ^reich überlassen habe? An dem kaiserlichen Hofe wur- ^de dieses für eine unwidersprechliche Wahrheit angesehen.Aber Monarchen und derselben Staatsbediente mögen 8auch in ihrer eignen Sache nicht wohl unpartheyische ^Richter seyn. Unstreitig ist es, daß England für die -Vortheile des Kaisers beynahe gleichgültig sich erzeiget ^hat. Hat aber dieser Monarch, oder vielmehr dessen <Gesandte, und selbst der Prinz Eugen, der Königinn ^und ihren Staatöbedienten zu dieser Gleichgültigkeit 'nicht genügsame Ursachen gegeben? Der glückliche ,Fortgang der Waffen muß doch vornehmlich dem mäch-tigen Beytrag der Königinn und der Tapferkeit ihrer ^Kriegövölker zugeschrieben werden. Würde der Kaiser, >rrachdem die in seinem Hause vorgefallene Veränderung ^einen ganz andern Zustand der Sachen veranlasset, alsderselbe bey dem Anfange des Kriegs gewesen, sich andie geänderten Zeilen gehalten, ja würde er sich habe" *

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