4Z8 Geschichte des spanischen Thkonfolgekrieges
70e zu machen, wurde bald nachher auch noch ein besonderesgeschlossen. „Beyde Theile gaben einander Verstehe«rung, sich mit aller Macht beyzustehen, nicht nur wenneiner von ihnen von einer fremden Macht angegriffenwürde, sondern auch wenn eine auswärtige Macht Zu«rüstungen zum Angriffe vornehmen, oder einen der bey-den Bundsgenosscn mit einem Krieg bedrohen sollte."
Die Einladung des deutschen Reichs von Seitendes Kaisers, diesem Bündniß beyzutreten, wurde nichtvergessen. Man sahe es zu Wien als eine Art vonPflicht an, daß die Stände des Reichs auch an denHauskriegen des Kaisers gegen Frankreich immer An-theil nehmen sollten. Ob gleich der Verlust und Scha-den des Reichs und der obern Kreise durch die gegenFrankreich seit dem münsterschen Frieden geführten un-glücklichen Kriege unersetzlich, auch die letztem Verar-mungen vieler Stände noch unverschmerzk waren, sowußte doch der kaiserliche Hof auch dermal Wege zufinden, daß sich das Reich, nach einigen vorgegange-nen geheimen Unterhandlungen mit den mächtigstenStänden, zur Kriegserklärung gegen Frankreich unddann noch zu einer eignen Verbindung mit beyden See-mächten entschließen mußte. Die beyden Kurfürstenvon Rölln und Bayern thaten zwar was sie konnten,um diesen Beytritt des Reichs zu dem großen Bundewider Frankreich zu hintertreiben, und ihren Mitständendie Neutralität zu belieben, der kaiserliche Einfluß abererhielt die Oberhand.
Auch mit andern Staaten wurden Verabredungengeschlossen, wodurch dieselben entweder gewissermaßenoder gänzlich sich mit den Seemächten und dem Kaiservereinbarten. Der König von Dänemark, der dochan Schweden einen übermächtigen und gefährlichen Nach*bar hatte, überließ an England und die vereinigten Nie-derlande für ein Zahrgeld von zooooo Thalern, 4000
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