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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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474 Geschichte des spanischen Thronfolgekrieges

1705 Theils von Catalonien , Valenzia und Arragoniennach sich. Der König bestiminte diese wichtigeHauptstadt zu seiner Residenz. Der Graf von perersborougt), dieser verdienstvolle Feldherr, der so vieleszur Eroberung derselben beygetragen, verblieb bey demKönig mir dem größten Theil der englischen Landvölker.Diese Unternehmung war eine der kühnesten und glück,liebsten in dem ganzen Kriege. — Die vereinigte Flottekehrte nach Lissabon zurück. Der größte Theil derselbenüberwinterte allda, weil des Königs von Portugal See.macht zu schwach war, seine Staaten zu beschuhen.

Noch in diesem Jahr ließ Frankreich den vereinig-ten Niederlanden durch den President Rduille^ geheimeFriedensvorschläge thun. Man schmeichelte sich zu Ver-sailles , man könnte dieselben durch eigene Vortheile auchzu einem besondern Frieden und zur Trennung von denBundsgenossen bewegen. Angenommen, die von Frank-reich angebotnen Vorschlage und Bedingnisse zu einemallgemeinen Frieden senen aufrichtig gemeint gewesen, soHatte jede der verbundenen Machte allernächst solcheBedingnisse erhalten, welche sie erst nach acht Jahrenzu Utrecht erlangten. Ludwig XiV. bewilligte an daSkaiserliche Haus sämtliche entfernte Staaten der spani-schen Monarchie abzutreten, und den Seemächten Ko-lonien und wichtige Vortheil in Amerika zu überlassen.'Allein es sey aus Mißtrauen, oder aus Uebermuth dasbisherige Krie« sglück noch vollkommner zu machen, manverwarf diese Vorjchläge.

1706, Diese Verwerfung der angebotnen FriedenSbeding-nisse war die Ursach, daß beyde kriegführende Theile-ihr äußerstes anwendeten, entscheidende Vortheile in die«sem 7often Jahre über ihren Gegentheil zu erfechten.Frankreich zeigte sich so wohl in den Niederlanden, alsan dem obern Rhein durch zahlreiche und mit allen Noth-wendigkeiten wohl versorgte Heere. Ein gleiches thaten