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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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475
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bis auf die Friedensschlüsse zu Utrecht u- Rasiatt. 475

die Bundsgenossen durch Verstärkung ihrer Seemacht, »706und durch Uedcrnehmung neuer Kriegörruppen in ihrenSold. Da es auch dem Herzog von Marlboroughund dem holländischen Feldmarschali von «Vuwerkerkeunerträglich war, sich von den Abgeordneten zu Feldemeistern, und ihre glücklichst nach den Umständen ange-legte Entwürfe von denselben durchkreuzen zu lassen, sowurden sie größteniheilS dieser Abhänglichkeit enthoben.

Dies veranlaßte dann vielen wichtigen Anschlagen einenglücklichen und schnellern Fortgang. Gleich in dem An-fang des niederländischen Feldzugs machten sich beydeTheile zu einer Hauptschlacht gefaßt. Noch zu besterZeit wurden die Bundsgenossen durch >0020 Dänenwider alles Erwarten der Franzosen verstärkt.

Diese verließen ihre Verschanzungen, sehten über dieDyle, rückten näher an die Feinde und lagerten sich un-fern dem Dorfe Ramillies. Ihr linker Flügel bekamdurch Moräste und die kleine Geethe eine solche Stel-lung, daß er nicht anders als mit größtem Nachtheil fürden Feind konnte angegriffen werden; aber eben diese ei-gene Stellung machte es ihm ebenfalls unmöglich, aufdie Feinde einen Angriff zu wagen: gewissermaßen wur»de dieser linke Flügel auch zur hurtigen Unterstützung deSrechten unnütz. Durch diese Stellung schmeichelte sichder Marschall von Villeroy eine Probe seiner auszeich-nenden Kriegserfahrenheit der Welt gegeben zu haben.Aber der weit erfahrnere Marlborough wußte diesenFehler sich bald zu Nutze zu machen. Schnell zoger einen großen Theil der Reukercy, auch einiges Fuß.Volk von seinem rechten Flüge! um dadurch den linken zuverstärken. Hurtig wurde das Dorf Tavieres, anwelches sich der französische rechte Flügel lehnte, erobert,darauf die Reuterey, die durch das sogenannte königlicheHaus verstärkt war, angegriffen, ohne großen Wider»stand, vornehmlich durch die dänische Neuterey, in Un-

ord-