476 Geschichte des spanischen Thronfolgekrie-es
7^6 ordnung gesetzt, und zur Flucht genöthiget. Schon die-ser Anfang lenkte den Austrag der Schlacht auf die Seiteder Bundöqenojsen: denn auch die übrigen feindlichenTruppen, die in und nächst Ramillies stunden, wichennach einem schwachen Widerstand, und überließen denFeinden einen volltommnen Sieg. Uin ein Uhr des2 zsten Man geschahe der erste Haupran rif, und schonvor 4 Uhr waren die Bundsgenoffen vollkommne Sie-ger. Der französische Verlust in der Schlacht selbstwurde durch derselben unordentlichen Rückzug sehr ver-größert. Man verfolgte sie mit ihrem großen Verlustbis in die Nacht. Sie überließen dem siegenden Feindealles, was ein gänzlich geschlagenes und zerstreutes Heerhinterlassen muß, ganz so wie bey Hochstart. IhrHeer, welches bey Anbruch dieses Tags xoooo Mannzahlte, verminderte sich durch alle Arten von Verlust umden vierten Theil. Die übrig gebliebenen sammelten sichbey Löwen; aber auch unter denKanonen dieser Stadthielten sie nicht lang Stand. Als die Sieger ihnennach über die Dyle zogen, eilten sie Brüssel zu, alleinauch hier und zu Gent achteten sie sich vor einem neuenAngriffe und Niederlage noch nicht gedeckt; erst als siesich unter das Geschütz von Ryssel, oder Llile, gesetzt,konnten sie ausruhen und ihren wichtigen Verlust über-denken.
Die Folgen des erfochtnen Siegs waren groß. DieStädte Löwen, iViecheln, B-üssel, Antwerpen,Gent, Brügge, (Dudenarde, von allen Besatzun-gen entblößt, ergaben sich sreywillig und erkannten denKönig Aarl als ihren rechtmäßigen Oberherrn, tasten-de, das wohl besetzt war, deßgleichen Atl), N'iemn,Dendermonde, wurden nach kurz gedaurten Belage-rungen, die der Herzog von Marllöorough deckte, ein-genommen. Villeroy verließ das geschlagene Heer, undes wurde durch einen Theil dessen, so an dem Oberrheia-stund, verstärkt. Vendome, welchen man als den