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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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503
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bis auf die Friedensschlüsse ju Utrecht u. Rastatk. 50z

der König Karl als Rarl VI. den ,2ten des Weinmo- >7,natö einstimmig, jedoch ohne kvllnische und bayerscheWahlstimmen, zum R. Kaiser erwählt.

Dieser Fürst hatte bald nach dem Tode seines Bru-ders Barcelona verlassen. Die Flotte der Bundsgenos-sen setzte ihn zu Genua an Land. Schon war er zu Mai-land angelanget, als er die Nachricht von seiner Erhebungauf den Thron seiner Vater erhielt. Ungehindert begaber sich nach Frankfurt. Gegen das Ende des Jahrs wur-de er in dieser Wahlstadt gekrönet, und gleich nach Voll-ziehung derselben rrar er die Reise nach der kaiserlichenResidenz Wien an. Die Absicht des zusammengezoqnenReichsheers unter dem Prinz Eugen war also erzwecket;das französische machte die ganze Zeit über keine Bewe-gungen, und Ludwig XIV. freute sich, daß durch Schwä-chung des Heers in den Niederlanden seine Feinde gehin-dert wurden, Eroberungen gegen sein Königreich vor-zunehmen.

In Italien zeigte sich zwar der Herzog von Sa-voyen wieder persönlich bey dem vereinigten Heer. Ervertrieb die Franzosen aus einigen Städten seines Her-zogthums, drang auch in das Dauphine' ein, verwüsteteund zog aus einem Theil dieser Landschaft Brandschatzun-gen; allein das eben so zahlreiche feindliche Heer unterdem M. von Berwick verwehrte es ihm, wichtige Ero-berungen zu machen, oder in dem feindlichen Lande dieWinterquartiere zu beziehen.

In Spanien gewann es auch den Anschein, daßder Krieg sich seinem Ende nähern werde. Dem KönigKarl, der bey seinem Abzug aus Spanien seine Gemah-linn in Barcelona hinterließ, wurde von den Franzosenalles übrige bis auf diese Hauptstadt entrissen. DerVerlust der Schlacht bey Villa Viciosa hatte seinHeer sehr vermindert, auch langten in dem Frühjahrekeine neuen Völker mehr an. Es erklärte sich der por-tugiesische Hof gleich nach dem Absterben des Kaisers

Joseph,