2Z4 l Buch, 2. Abth. 2. Abschn. 6 . Hauptst.
gehen , werden Tageschachte genennek. Geht manaber sehr tief in das Gebirge; so werden Absätze ge-machet, dieHornftädte heißen, und woselbst man miteinem neuen Schachte niedergeht. Stollen sind Gau-ge, die entweder an dem Fuße des Gebirges, geradevor sich in das Gebirge weit hinein gearbeitet werden,welche Erbstollen heißen, oder höher hinaufnach demSchachte zu getrieben werden, um dem Schachte dieTagewaffer abzuführen, da sie denn Tagestollen ge->nennet werden. Man geht auch mitSuchstollen indas Gebirge hinein, um Gange ausfündig zu machen.Aus den Schachten selbst werden zu Abführung derMaster, oder zu Aufsuchung der Gänge, Stollen ge-rade in das Gebirge getrieben, welche Strecken helf-sen. Zu Gewinnung der Erzke aber werden aus denSchächcenFeld- undFlügelOerrer getrieben,wodurchman dem gefundenen Gange nachgeht, die ab. und zu-fallenden Trümer, oderNebengängeuntersuchet, undneue Gänge überfährt ; die Aushauung derErzce >cl-her aber geschieht durch den so genannten Straßen-bau, da das Gebirge auf benden Seiten der Gangeausgehauen, und sodann das Erzr mit Schießen her-eingeworsen würd. Die Aushauung des festen Ge-steines geschieht durch Schlägel und Eisen, davon daserste em vier Pfund schwerer Hammer, die Eisen abereine Art von kleinen spitzigen Hammern ist. DieBerghauer arbeiten nach Schichten, deren gemeinig-lich eine 8 Stunden gerechnet wird; da sie denn durchandere abgelöset werden; undeswird ihnen entwederein Wochenlohn ausgesetzet, oder aufdie Pachter festenGesteines ein Gedinge gemachet. Es ist aber se^cbillig, daß sowohl der Landesherr, als die Gewerben,aus den Unterhalt dieser Leute bedacht sind, wenn siealt werden, oder Schaden leiden. Sie sind dieserVorsorge bey ihrergefährlichenund mühsamenArbeitgar wohl würdig.
§. rgo.