Von den; Münzregal. 23^
ten Loth 8 Gran; das Work aber ist etwas ar-mer aiu-gefallen, und hält nur i; Leid 7 und einhalb Gran; so wird aus diesem balbcn Gran m-lnsgemacbet, sondern das Werk kann anheben. DeyMnnzmeister soll es zwar in der sollenden Aus-mnnznng wieder einbringen: allein, dav geschiehrungemein selten.
§. 2O8.
Die zweyte Ursache des sehr verderbten Münzwe. D-'ezweyteUrisens in Deutschland, besteht darinnen, daß diejenige», Mch^daßdieRcichösiände, die keine Bergwerke habe», dennoch keim BergwerkeGeld münzen lasten, und nicht allein die Kosten der tMe" mün'zmAliöinünzung aus der Münze selbst nehmen, sondern lassen wollen.überdießEinkünfte daraus ziehen wollen. Denn dc,müssen sie entweder andereMünzen, die ihren wahre»,innerlichen Gehalt haben, einschmelzen lassen, welche«jedoch nach den Reichsgesitzen nicht geschehen sollte,oder in andern Ländern beschnittene und unbeschnitte-ne Juden halten, die das Silber um eben den Preistaufkaufen, als es die mit Bergwerken versehenenReichsstände ausmünzen. Hierbei) »vollen diese Leuteauch ihren ehrlichen Gewinn haben, und ein großerMünzjude hak wieder eine Menge kleinere an sich, diedoch a ll e gewinnen wollen. Wenn man nun noch denTransport und andere Nebenkosten rechnet; und wennungeachtet allerdieser Umstände nicht allein dieMünz-kosten, sondern auch wichtige Einkünfte heraus körn«wen sollen; so ist es sehr natürlich, daß die Münze»,solcher Reichsstande sehr geringhaltig ausfallen müs-sen. Dergleichen Münzstätte giebt es nun gar vielein Deutschland; und viele Cameralisten, wenn sie derNoth oder der Verschwendung des Hofes zu stattenkommen, oder vem großen Götzen, dem Interesse, einangenehmes Opfer bringen wollen, wissen keinen be-quemern Weg, als das Ausmünzen geringhaltigerGeldsorten. Die Zeiten bleiben auch hierinnen immer
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