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2 (1758) Die Lehre von dem vernünftigen Gebrauche des Vermögens des Staats, und mithin die eigentliche Cameral- oder Finanz-Wissenschaft in sich begreift / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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294
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Das Mürwegaldar die Wchi-jahct dcsStaatszu^u Hauptzwe-cke, daher» müs-fcn die -rebenSorten ihrenwahren Werthhaben.

294 i Buch, 2. Abth. 2. Abschn. 7. Hauptst,

Ausmünzen der goldenen Münzen, bald für Prä-gung des Silbergeldeö eingenommen. Das Ver-hältniß kann also nicht immer gleich bleiben. Be-sonders ist das Gold gegen das Silber im Preistesehr gestiegen. Die Ursache davon ist wohl haupt-sächlich, daß in Europa wenigGold durch denBerg-bau gewonnen wird, wenn man die kaiserlichen Erb-lande ausnimmt. Alle diejenigen Regenten also, wel-che goldene Münzen schlagen lassen, müssen anderedergleichen Münzen einschmelzen; und die Unkostenwerden in dem höher« Werthe der goldenen Münzengesuchet. Ueberdieß werden die goldenen Münzenwegen der Bequemlichkeit, womit man dieselben beysich führen kann, allemal mehr gesuchet, als dasSil»bergeld, Sie thun also allemal Agio gegen das Sil-bergeld; und je geringer die Silbermünzen geschlagenWerden, destomehr steigt das Agio gegen die goldenen-Das Gold muß also immer mehr imPreiße steigen.Vor zweihundert Jahren war das Verhältniß desSilber-Preißes gegen den Werth des Goldes, wiens gegen i. Itzo verhalt sich das Silber gegen Gold,fast wie 1; gegen i; und wenn man die Mark Sil,ber nur zu zwölfThalern rechnet; so kömmt der Preißdes Goldes höher als funfzehen mal so hoch gegen daäSilber heraus, Dieses Verhältniß ist ein wenig zuhoch gestiegen. An China ist noch heute zu Tageder Preiß des Goldes nur zehenmal höher als de§Silbers.

§. 2tZ,

Nachdem wir nunmehro den Zustand des Münz,wesenS, und die Ursachen von dessen Verderbnisse inDeutschland genugsam betrachtet haben; so müssenwir auch das Münzregal selbst abhandeln, und vor-nehmlich die Art und Weise zeigen, wie es seinemHauptendzwecke gemäß zur Beförderung der Wohl-fahrt