Von dem Münzregal. ZOi
als wenn sie mit des Landesh.errn Bildnisse versehenwären; eine Sache, woraushier sehrwenig ankömmt.Geht aber durch den auswärtigen Kaufhandel immermehr Geld aus dem lande, und ein weiser Regentweiß die Commercien in keinen andern Zustand zusetzen; so sieht es mit einem solchen lande ohnedembetrübt aus. Demnach so lange Gold und Silberi»i lande vorhanden ist, darf man sich um die Aus-prägung harter Geldsorten nicht leid seyn lasten. DerLandeeherr, da man seine Scheidemünzen, wie ich hiervorauksttze, in auswärtigen landen nicht annimmt,wird l eh endlich wider seinen Willen genöch'get sehen,grobe Münzen sch.agen zu lasst», wenn seine Unter-thanen an den unumgänglich benölhigren Waaren kei-nen Mangel leiden sollen. Ueberdieß setzen wir hiervernünftige und weise Regenten voraus, welche dieWohlahrt des StaatS vor Augen habe», und diemühn nicht ermangeln werden, jährlich eine Propor-tion» liche Summe harter Münzen prägen zu lasten,darzu der Vortheil bey der Scheidemünze die Kostenüberstäßigverschaffet. Uebrigens kann man auch kei-nesweges befürchten, daß aus einer solchen Einrich-tung den Commercien Hinderniß und Unbequemlich-keit, besonders in Ansehung benachbarter Lande, er-wachse werde. Man hat alsdenn gewiß zu hosten,daß d e harten Münzen nicht so, wie itzo, in den Ka-sten verborgen liegen werden, sondern sie werden un-gleich mehr circuliren. Wer also in einem benach-barten lande etwas zu kaufen hat, der kann sich leichtmit groben Münzsorten versehen, und wenn vor derUntemehmung einer solchen Einrichtung die Kaufleu-te in )er Stille benachrichtiget werden, daß sie sichalle fremde Scheidemünzen vom Halse zu schaffen su-chen; so wird ihnen daraus wenig Nachtheil entste-hen. Ist aber eine solche Einrichtung einmal getrof-fen; so ist sie den Commercien unlaugbarer Weise
ungleich