Von zufälligen Einkünft. des Staats. 42z
theidigcn genugsam im Stande ist, und weder Subsi.diengelder annimmt, noch dergleichen andern zu zah.len nöthig hat, weil seine Absichten allemal gerecht undgemäßiget sind. Jedoch verwerft ich deshalb die Sub«sidiengelder nichtganz und gar. Sie sind für Mittel«mäßige Staaten allemal ein gutes Hülfsmittel, eiugrößeres Kriegsheer zu ihrer Vertheidigung zu unter«halten. Nur müssen sie sich zu keiner Hilfsleistungverbinden, wenn der Krieg an ihren Gränzen geführetwird. In etwas entferntere Gegenden kann man eherohne Nachtheil Hülftvölker senden. Wenn auch einkleiner Fürst die Eitelkeit hat Kriegesvölker zu unter«halten, deren er übrigens ganz wohl entrathen könnte:so wird er allemal wohl thun, sie einem Mächtigen beyentstehendem Kriege in Sold zu überlassen, derKriegmag in der Nähe seines Landes geführet werden oderNicht, VormittelmäßigeStaaten ist es allemal heil«sam, neutral zu bleiben. Allein, kleine Staaten müssen,wenn sie ihren Vortheil verstehen, allemal Partey neh-men, und hauptsächlich, wenn derKrieg in der Nahegeführet wird. Sie sind alsdenn versichert, daß sie we«nigstens der eine Theil schonen wird; und wenn ihrePartey glücklich ist, so leiden sie gar nichts. Allein, beyder Neutralität werden sie von keinem Theile gescho-net; und ihr Unglück ist allemal gewiß.
§. ) 2 ?.
Wenn ein Staat selbst glücklich Krieg führet, und Einkünftedas Kriegesheer rücket in die feindlichen Gränzen ein; schaA,nssgc""c^so ereignet sich ein wichtiges Capitel in den zufälligen >n dc» Feinde»Einkünften, indem die feindlichen Lander nicht allein ^ ^zu Unterhaltung desKriegesheeresProviant und Fou«rage liefern, sondern auch starke ContributioneS-oderBrandschahungs-Gelder entrichten müssen. Ja, öf-ters ist der Fortgang des Krieges so glücklich, daßman sich des ganzen Landes bemächtiget, da denn alle
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