Z 24 Von Eintheilung der Ausgabe,:,
europäischen Angelegenheiten haben will. So vierist gewiß, daß er in allen Dingen ungleich mehr Auf-wand hat. Allein, ich kann mich noch nicht übei re-den, daß dieser starke Einfluß zu seinem Vortheile ge-reiche. Meines Erachtens hak er immer weniger zubefürchten, je weniger er sich in die Angelegenheitenvon Europa einmischet. Die Sache gehöret eigent-lich in die Staatskunst, und ich werde sie in einembesondern Lehrbuche davon ausführlich erörtern. Un-terdessen scheint die Republik Holland durch ihre itzigeAufführung einigermaßen zu äußern, daß sie durchdie Erfahrung befunden habe, es sey ein starker Ein-fluß in die europäischen Angelegenheiten, einem Staa-te gar nicht vvrtheilhafcig; und in der That hat auchdie ehemalige Theilnehmung der Republik an allenVorfällen ,n Europa, derselben so viel Kosten verursa-chet, daß die Schulden des Staats ohne dessen äußer-sten Nachtheil fast nicht höher anwachsen konnten.Ich bin so weit entfernet, ihre itzige Zurückziehung zutadeln, wie einige elende Zeitungsschreiber zuweilendarauf sticheln, daß ich sie vielmehr für einen sehrweisen Entschluß halte.
§- 42Z.
Jedoch ist es Man kann gar nicht läugnen, daß es sehr schwerstde^Hauptelasse hergeht,mit dem dritten Theile der Einkünfte alle 'Aus.die Hälfte der gaben des Civil-Etaks, die so viel und mancherley sind,wendet wechm ö" bestreiken; und ob es zwar durch große Sparsam-kann. keit freylich erzwungen werden kann: so ist es doch
fast nicht möglich, daß es geschehen könnte, ohne daßdie Wohlfahrt des Staats etwas dabey leidet. Mankann schwerlich zum Behufe der Commercien, derManufakturen, des Nahrungsstandes, und zuCulcit.virung der Länder wirksame Anstalten machen: undwenn die Ersparung allein durch den sehr eingeschränk-ten Gehalt der Civilbedienten gesuchet wird: so erhältma» eines Theils keinegeschicktenLeute,andern Theilsaber ist es eine wahre Unbilligkeit, daßdieUnrertha-nen, die sich die Dienste ihresMonarchen einmal gefal-len