hz6 Von den Ausgaben
Wenn das Regiment in Standquartieren steht undsonst keineTheurungdesGetraideöimLandeist: söge.schieht dicVerpstegungbloß im baaren Gelde. Nur intheuren Zeiten wird den Unterosficiers und GemeinendasBrodt in Natur gereichet; da denn 2 Pfund tag,lieh aufdenMann ,gerechnet und dafür monatlich 12 gs.abgezogen werden. Da der Preist der Lebensrnittel im»mer höher steigt: fo sollte man denSoldaten für bestan.dig daS Brodc in Natur liefern. Gleichwie aber die ab.gezogenenzwöltGroschen für den Mann zudemAuf.wände für das Brodt nicht zureichen; so muß die Ge.neral-KriegeScaffe Zuschuß thun, welches denn unterdieAuSgaben des Kriegescommiffariats gehöret. DieReuterey an Mann und Pferden wird gemeiniglichvon dem platten Lande verpfleget; und das Regimentempfängt mithin aus der Kriegescasse nur die Unter»Haltung desSkaabes und derOberofsicicrS, bcnebst an»dem gewöhnlichen Vergütungen. Allein, ichhabeindemHouptsiücke von den Steuern aufdieunbeiveglt.chen Güter gezeiget, daß man besser thun würde, dasLand dafür ordentlicheConkributioneö entrichten unddie Fütterung der Pferde entweder aus Magazinenoder vom Regimente bestreiken zu lassen.
§. 4ZZ-
schaff,>^g" der die Anschaffung der Leibes, und Bey-Montur
keikes-„.Bey- und des Lederwerkes anbelanget: so wird solches ge-
Merwerk"/ ^ meiniglich derWirthschaftdesReqimenteö überlasten,welches den mongtlich abgezogenen Thaler von jedemManne darzu anwendet. Zn einigenDiensten besor-get das Regiment diese Wirthschaft ganz allein, undliefert alles denöthigte in Natur an die Compagnien,in andern aber wird jedem Hauptmanne die Anichaf.fung der Bevmontirungöstücken überlasten. In bey«den Fällen wird an jedem Stücke etwas abgezwacket,und entweder der Landesherr, oder der arme Scldat,
und