für den Mlitair- Etat. zzy
und vielleicht beyde bevortheilet. Man kann es nichtwohl einen Betrug nennen, weil es wissentlich odermit Vorbewußt des sandesherrn und des Krieges-collegii zu geschehen scheint"). Unterdessen ist dosgar kein guter Weg die Besoldungen der Oberstenund der Hauptleuke zu verbessern. Alle dergleichenWege der Accidcntien und Beurtheilungen, die an-dern heimlichen Kunstgriffen Thür und Thor öffnen,sollten in einer wohleingerichteten Republik nicht ge-stattet werden. Es ist viel edler und anständiger dieBesoldungen in der That zu vergrößern und solchekrummen Wege abzuschneiden. Ueberhaupt sollte dasKn'egescollegium, wie ich in diesem Werke schon ver-schiedentlich erinnert habe, alle diese LeibeS-Beymon-rirungs- und kederwerks-Stücke, wenigstens was dieHauptmakerialen anbetrifft, in eigene Manufacturenund Fabriken arbeiten lassen, wobey es sich dennochin vielen Dingen der Entreprenneurö bedienen könnte.Z. E. Man contrahiret mit dem Entrepreneur, daßein StückTuchvon soundsoviel Ellen und solcher Gü-te für ein gewisses Geld gearbeitet, gefarbtt undzube-reitet wird. Es kann dadurch nicht allein einAnsehnli-ches ersparet werden, sondern die vorhin gedachten Be-vortheilungen werden abgeschnitten, und man ist vonder Güte der Sachen versichert.
") Ob wohl der Vortheil, den sich die Regimcnts-und Compagnie-Commendanten an dieser Wirth-schaft machen, so offenbar ist, daß er den Kricges-collegiis unmöglich verborgen seyn kann; so pfle-get man doch so zu verfahren, als wenn es nur inGeheim geschehen müßte. Denn man ist so vor-sichtig, daß man mit den Lieferanten eines jedenzur Leibes- und Bcy-Montur erforderlichen Stü-ckes und Materials wirklich auf diejenige Summeschriftlich contrahiret, die von dem Kriegescolle-gio darzu ausgesetzet ist. Dahingegen muß sichder Lieferant in Geheim anheischig machen, demHerrn Obersten und auch wohl dem Regiments-L l 5 quar-