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2 (1758) Die Lehre von dem vernünftigen Gebrauche des Vermögens des Staats, und mithin die eigentliche Cameral- oder Finanz-Wissenschaft in sich begreift / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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für die Hofstatt. 577

dem Nützlichen, so wie die nützlichen nie den noth-wendigen Ausgaben vorgehen müssen. Freylichwiro diese Regel allenthalben nicht eben genaubeobachtet; »no man muß hier Mit denen Leiden-schaften in die Gelegenheit sehen. Allein, wennder Staat sich bereits in einer uliertiaglichenSchuldenlast befindet, und viele der nothwendigstenund nützlichsten Ausgaben nachbleiben müssen, undman wendet doch auf solche Dinge, die das Augevergnügen, unermeßliche auf Millionen ansteigen-de Summen; so heißt dieses ohne Zweifel allenvernünftigen Grundsätzen gleichsam in das AngesichtHohn sprechen.

§. 474 «

Nach der dritten Unterabtheiluttg sind die Kosten ^ Don Semauf solche Dinge zu bemerken, die zum Vergnügen Dr^nüfteisEdes Gemüthes gereichen, als da sind Bibliotheken,Nacuraliencabinelte, Menagerien und K>,nftkam- Nölura'rnca'bl«mern. Ich trage kein Bedenken, Bibliotheken und netteirMeliage,Natuealiencabinctte zu dem Vergnügen des Gemü-thes zu rechnen, ob sie gleich auch zum Nutzen desgemeinen Wesens und Beförderung der Wissenschaf-ten dienen. Denn in der That kann ein vernünftigerRegent eine von den wahrhaftigsten Arten des Der.gnügens finden, wenn er einige von seinen zur Er.götzung gewidmeten Stunden derLesung guterBücheeund der Betrachtung der Natur widmen will. Biblia,theken hat man zwar an den meisten Höfen, aberMehr zum öffentlichen Gebrauch", als zum Vergnü«gen der Regenten, die, wenn sie an dem Lesen Ge.schmack finden,gemeiniglich noch eine besondere Hand.bibliothek haben; und mitdenNaturaliencabinettettund Kunfikammern hat es eine ähnliche Beschaffen,heit. Sie sind mehr die Neuqier und Bewunderungder Fremden zu reizen, als zu irgend einem andernEndzwecke. Jedoch das erhabene Beyspiel Sr. itztregierenden kaiserlichen Majestät, welche Dero vor«Lameralwissettsch.ULH. Oo trefft