für die Hofstatt. 585
den und dergleichen mehr. Die Freudenfälle sindglückliche Geburten, Vermählungen, Siegesfesteu> s. f. Die Trauerfälle aber kommen auf das Ab.sterben der Personen aus der Familie des Regentenan. Es läßt sich hierbey wenig erinnern. SolcheFeierlichkeiten müssen freylich so veranstaltetwerden,daß sie den Menschen in die Augen fallen. Jedochläßt sich auch hier schon etwas ersparen, wenn mandie ehedem in dergleichen Fällen gebrauchten Sachenmit allenfalls erforderlcher Veränderung wieder ge.brauchet, und eine vernünftige Ordnung und Einrich.tung machet.
§. 48 ?.
Die Menschen, welche vielleicht die Nichtigkeit ih. 5) Don großenres Wesens nur allzusehr empfinden, find aufnichtSsosehr bedacht, als ihren Namen zu erhalten, und sich Wasserleitung?,bey der Nachwelt zu verewigen. Man darf sich also StatuenNicht wundern, wenn auch viele unter den Regentendurch erstaunliche und prächtige Werke der Kunst, ihrAndenken bey der Nachwelt dauerhaftig zu machengesuchet haben. Aus diesem Grunde sind die ägypti.sch.n Pyramiden, und die andern sogenannten Wun.derwerke der Welt entstanden; und die Römer warensonderlich geneigt, durch prächtige Amphitheatra,
Obelisken und andere dergleichen große Kunstwerke,von ihrer Macht und Reichthum ein Zeugniß^zu ge.ben. Heute zu Tage hat man eben diesen Endzweck,wenn man prächtige Wasserleitungen, große Sta-tuen, welche die Monarchen in besonderer Schönheitder Kunst und ungewöhnlicher Größe vorstellen, undandere dergleichen Kunstwerke zu Stande bringt;und es ist besonders die prächtige Wasserleitung be.kannt, an welcher man schon so lange Zeit in Por-tugal! arbeitet, und worauf man bereits so viele Milli.vnen verwendet hat. Diese Dinge find sehr geschickt,
Oo ; die