586 Von den Ausgaben für die Hofstatt.
die Macht und den Reichthum eines Volkes zu zei-gen. Allein, meines Erachtens, muß auch dieserReichthum wirklich vorhanden seyn; und es müssenkeine Canale, keine Vereinigung der Meere und Flüssemöglich senn, die dem Lande ungleich nützlicher sind.Kurz, der Schatz einesMonarchcn muß zu stark an-wachsen, und es muß nöthig senn, einen Theil davonwieder in die Cirkulation zu bringen. Alsdann sindsolche erstaunliche Kosten nicht ganz zu verwerfen;und der Nahrungöstand kömmt dadurch in großesAufnehmen.
§. 484 -
Aus rrcsefüns Da alleCapites des ißt abgehandelten außerordent«^chaupt M?-l'chm Aufwandes auf ungewissen Fälle», beruhen, da-lich ausgeworfen von sich einige öfters in verschiedene» Jahren garnichtwerden. ereignen: so würde es vielleichtam besiensenn, über-haupt auf den außerordentlichenAufwand des Hofesjährlich einegemäße Summe auszuwerfen, und allesaus einerlei» Hauprcasse zu bestreiten. Das was jähr-lich ersparet wird, würde eben, wie be» dem Krieges.Wesen, einen besondern Schatz in diesem Aufwaude andie Hand geben, der be» ganz außerordentlichen undseltenen Gelegenheiten vortreffliche Dienste leistenkönnte. Denn es ereignen sich zuweilen besondere Fal-le dieser Art, wo sehr große Summen auf einmal nö-thig sind. Von dieser Art sind vornehmlich die Krö-nungen und Vermahlungen des Regenten, die Erlan-gung eines größern Titels unter den europäischenMächten, die Gelangung auf den Thron eines Wahl«reiches und dergleichen andere Vorfalle.
Zweytes