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2 (1758) Die Lehre von dem vernünftigen Gebrauche des Vermögens des Staats, und mithin die eigentliche Cameral- oder Finanz-Wissenschaft in sich begreift / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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6os Von eigentlichen Cammerausgaben.

kann sie höher befördern, oder ihnen noch eine andereBedienung geben, die sie bey der ihrigen zu versehenim Stande sind.

§. zor.

Nachtheil für Wenn die Besoldungen der Bedienten gar zu ge,

die'BesvlöuilgE nun zugeschnitten sind; so muß daraus nothwendigzu geringe sind, verschiedenes Nachtheil für den Staat entstehen. Siewollen einmal ihrem Stande und ihrerBeschaffenheiknach leben; und wenn ihr Gehalt darzu nicht hinrei-chend ist, so müßen sie natürlicher Weise entwcderaufBevonheilimg ih> es Herrn, oder aufBedrückungen,Vexatic-nenundGeldschneiHereyen gegen dieUntertha-,ren verfallen, und sich durch Geschenke einnehmen las-sen,zhre Pfliö)t außer Augen zu sitzen. Wenn man nunSuch alles dieses durch eine gr oße Strenge gegen diyBedienten vermeiden könnte: so werden sie doch trau-rig und misvergnügt leben und rief seufzen, wenn sie er«zahlen hören, daß in andern fänden, dreBedienten bestser stehen; und ihrMiövergnüaen und Unzufriedenheitha> allerdingsm ihreVeirichrnngenEirstuß. Denneüist gqr nicht einerley, ob die G schafftewrlliq, freu igund mit ganzem Herzen,oder verdr üß>ich und gezwun-gen bewerkstelliget werden; zu geschweige«, daß mau' alsdann keine geschickten Leute bekömmt, so wie dieje-

nigen, die anderwärts ihre Versorgung finden können,wenn sie nicht durch besondere Umstände und Gewaltzurück gehalten werden, alle Gelegenheiten, solcheDienste zu verlassen,mit Vergnügen ergreifen we- den.Am allerwenigsten aber ist es zu rathen, daß man zuwirklichen Geschafften Bediente ohne aste Besoldungannimmt, gesetzt, daß sie sich selbst erböthen ohne Ge«halt zu dienen

Ein aneers ist es hier mit Hofbedicntcn, die weiterkeine Arbeit haben, als sich bey Hole zu zeigen undStaat zu machen. Allein, wen» Piioarpersonen, dienicht erst noch lernen wollen, sich erbiethen in wirk-lichen Geschafften umsonst zu arbeiten, so ist dieses

eine