Von eigentlichen Cammerausgaben. 627
an dem Meere gelegenen Staaten, die starke Hand-lung treiben, ist diese Vorsorge zu allen Zeiten nöihig,weil besonders die dem iürk sch<n Zeoter unterworfe-nen Lander von diesem Uebel fast niemals befreiter wer-den. Eben so nöthig ist es, Rettungsmikkel wider dasUnglück der Theurung und Hu gersnoth in Bereit-schaft zu halten. Dieses gesch eht durch Anlegung gu-ter Magazine für das Land, die von den Magazinenfür das Kriegesheer unterschieden seyn müssen. Jedoch
können sie auch dem Kr egesheere tudürfenden Falleszu starren kommen. Diese Magazine, die zur erstenAnlegung in wohlfeilen Fahren billig von den Unter-thanen gefüllet werden,kostm alsdann w nig;» unter-halten. Sie erfordern nur dieRepiraiui kolken derHäuser und den geringen A; fwand aufwenigeBedien-ten bey jedem Magazine. Denn wenn wiche zum Nu-tzen deö Kriegesheeres verbrauchet, und wie billig,ausder Kriegescaffe vergütet, oder, um das Verderben desGerraides zu verhindern, von Zeit zu Zeit verkaufetwerden; so können sie alsdann für das dafür erhalteneGeld von neuem gefüllet werden.
§. 508.
DiesechsteAbtheilunq,'ndeneiaentllchenCamm-e-> 6)
. LandbiMweicn.
ausgaben vejteht in den zum Landbauwesen erforder-lichen Kosten. Hierunter sind nicht nur alle für dieCollegia und die Policeyanstalien erforderliche» neuenGebäude begriffen; sondern es gehören auch aste andereneue Gebäude hiehor, die aufden Cammergütern undzur Wirthschaft und VerwAtun i bey den Regaliennöthig sind. Denn wenn dergleichen neue Gebäudevon den Einkünften eines jeden Werkes arfzufübrenwären; so würde öfters die ganze Wirthschaft dabeyin Unordnung gerathen, und ein neuer Bau in vielenFahren nicht zu Stande gebracht wer den können, wel-ches nicht allein den Einkünften des Werkes, wenn
man