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2 (1758) Die Lehre von dem vernünftigen Gebrauche des Vermögens des Staats, und mithin die eigentliche Cameral- oder Finanz-Wissenschaft in sich begreift / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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628 Don dem Schatze des Regenten

öfters ganz unvermeidlich; und die Umstände leiden esnicht allemal, daß man die benöthigren Geldsummenvon den Unterrhanen aufbringen, oder auf Cre. it auf-nehmen kann. Wenigstens ehe man damit zu Standekömmt, kann der Staat die härtesten Wirkungen undFolgen des Staats empfinden, wo nicht gar daruntererliegen, unddem gänzlichen Untergänge unterworfenwerden. Und sollte es nicht die Weisheit erfordern,aufdergleichenDorfälle bed-cht zu fern,oder kann maneö wohl darauf wagen, daß es Zeit genug seyn wird,die erforderlichen Hülfsmittel von den Unterthanen*)oderFremden aufzubringen? Ich halte es nicht, da-her muß die Vorsorge für den iL chatz unmir elbarauf den zurNvihdursr und innerlichen Erhaltung desStaats erforderlichen Aufwand fo!^> n, und allen, bloßzum Nutzen, zu der Bequemlichkeit undWohlanstan»digkeit gereichenden Ausgaben vorqe!)<n. Ja sie mußnicht gehindert werden, wenn auch der Streit schul-den zu bezahlen hat. Beydes muß neben einanderbestehen können. Nur muß alsdann ein geringererTheil zum Schatze bestimmet werdet«, weil die Schul-den zur Last gereichen, und die Einkünfte des StaatSverzehren helfen.

*) Einige Schriftsteller haben die Meynung aeaufierr,daß ein Schatz für einen Regenten eben nicht noth-wendig se», sondern daß die vi.be .er Unterthanendessen Stelle genugsam ersetzen rönne, als welchenach dieser Liebe nicht ermangeln würden, dem Re-genten im Nothfälle mit ihrem Vermögen wn kliehunv frcywillig beyzuspriiigen Man erzählet auchvon dem Cnruö und andern Regenten, daß sie hier-von die Probe gemacher, und veni ibrcn Bedientenund Unterrhanen, unter dem Vorgeben, daß sie inNoth waren, Geld verlanget harren: da man ihnendenn mehr gebracht, als sie erwartet hatten. SolcheHistörchen sind sehr anmuthig n» d Ergötzend. Allein,ich wollte keinem Regenten rathen, es in wiiklichenNothfällen darauf ankommen zu lassen. Diejenigen,