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sie in einer solchen Probe, deren Absicht schwerlichverschwiegen bleibt, ungemein willig und freygebiggewesen wären, würden alc-oann ungleich mehr zu-rück halten. Mich beucht, die Erfahrung hat diesesauch vielleicht in unsern Zeiten genugsam bewiesen.
Wenn sich Re »euren in bedrängten Umstanden beifunden haben, uns sie haben von ihren vornehmstenBedienten und den reichesien Familien im'ande nurauf Credit Geld aufnehmen wollen; so haben sichdie meisten mit der Unmöglichkeit entschuldiget. Wiewürde es also vollends nicht aussehen, wenn sie eKals ein freywilliges Geschenk geben sollten? Mankennet die Mensche» nicht, wenn man dergleichenHistörchen schmiedet. Ich bin hierinnen mit demFreyherr» von Schröder völlig einerley Meynung,dasi einem klugen Regenten eiwgutcr Schatz unent-behrlich ist. Wenigstens geht er alsdann ungleichsicherer; und mich deucht, daß ein Regent seine unddes Sraars Wohlfahrt am allerwenigsten auf denungefähren Erfolg und eine gute Hoffnung ankom-men lassen muß.
§. ;zi.
So nothwendig aber ein guter Schah für den Re« Großer Nutengenken und den Staat ist, so großen Nutzen leistet A^^rMl,-auch derselbe; und man kann mit Wah> heik sagen,daß, nächst vergebe und dem Vertrauen der Unter-thanen, der ganze Inbegriff der Macht und Hoheiteines Monarchen daraufankömmt. Alle seine Unter-handlungen haben einen Nachdruck, wenn man weiß,daß es seiner Macht selbst nicht an Nachdruck fehlet.
Es ist auch hier mit den Fürsten ebenso, wie mit denPrivatpersonen. Wo Geld ist, da läßt sich etwasan-fangen. Wenn andere die schönsten Gelegen heiten zuihrem Vortheile auö den Händen gehen lassen müssen;so kann ein Regent, der einen guten Schatz hat, sichall er Vorfälle zu sei nem Nutzen bedienen,und dieselbenzu semerVergrößerunganwenden. Wir haben hier-innen einsehrgroßesGeyspiel andem königlichenHau-se Preußen. Der ungemeine Wachsth um dieses Hau-
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