6zs Von dem Schatze des Regenten
seö seit vier hundert Jahren, ist fast lediglich daher ent.standen, weil die meisten Regenten desselben sich alsguce HauShaltex bezöget haben, und allemal auseinenguten Verrath baaren Geldes bedacht gewesen sind.DaSBurag-afthum Nürnberg ist sehr klein gewesen.Das meiste Theil der Lander, so die Häuser Anspachund Barenth besitzen, ist einzeln erkaufet und nachpnd nach zusammen gebracht worden, wie man ausdem I-iwiE»si hm kann, der ein besonderes Verzeich,irrst von den Oerkern und Herrschaften und den S um,men,wofürsiegekaufetw0lden, mittheilet, PieChurBrandenburg erlangete dieses Haus,weil eöGeld hat,te, und den KaiserDigiSMund in fernen Bedürfnissenunterstützen konnte; und so ist es fast bey allen ÜbrigenVergrößerungen dieies Hauses gegangen. Dahinge,gen viele ander eHauser anMachtabgenommen haben,oder sich kaum in ihrem Zustande haben erhalten kön,pen, weil die meisten Regenten keine guten Wirthe ge«Wesen sind. Die gerechtesten Anfalle sind ihnen ent,gangen, weil sie ke'nGeldqehabthabeii, ihrenAnfo»-erringen den Nachdruck zu geben,
§' 5Z?.
WlederScdatz Es ist demnach gar kein Zweifel, daß es sowohldeEkEa- die Nothwendigkeit und Vorsorge für den Staat, alsteza unierschch die Weisheit und Klugheit eines Regenten e< fordert,den ist. guten Schatz bedacht zu fern; und man muß
mithin in dem allgemeinen Wirthschasis-Ekat aller,dingsdaraufBkkracht machen, und eine propvrkionir-lichs Summe darzu aussetzen. Vielleicht wird manmeynen, daß wir oben bey dem Krieges-Erot schoneinen .tz riegeesch 'tz angerochen harren, und daß mit,hin kein anderer nöthig fern werde. Allein, obgleichdieser Kriegesschatz nicht in den Cassen des Krieges,Wesens bleiben, st ndern in besindern Schatzkammernverwahret werden muß, so hebt doch ein vorhandener
Krieges,