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Sechster Theil. Welcher dasjenige zu betrachten darstellet, was zum gesellschafftlichen Leben der Menschen gehöret.
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36 Schau⸗Platz der Natur.r

Der Ehe⸗ den Schandthaten und von dem Ungluͤcke!ſtand. das ſie unter dem menſchlichen Geſchlech-

te nothwendiger Weiſe verurſachen. Maßſtelle ſich vor, daß die Helffte deſſelbigendas iſt, alle Frauens⸗Perſonen durch dain ſie geſetzte allgemeine Mißtrauen be-ſchimpfet, auf ihre ganze Lebens ⸗Zeit eingeſperret, und genoͤthiget werden unaufhoͤl-lich mit Perſonen ihres Geſchlechtes um!zugehen, gegen welche ſie die ſtaͤrkeſte Urſa-

chen des Haſſes zu haben vermeynen; end

lich, daß ſie wie ungluͤckſeelige Gefangen,dem Belieben einer kleinen Anzahl unvelnuͤnfftiger Menſchen unterworffen ſindwelche ſich dieſe verhaſſete Vielhelt nichanders als durch Mauern und Waͤchteverſchaffen koͤnnen.

Man ſtelle ſich vor, daß auf der ander!Seite die Heiffte der Manns⸗Perſonelden weiſen Geſetzen der Natur entſagemuͤſſe, entweder well es ihnen unmoͤglicfallet, eine ehrliche und treue Gehuͤlfinfinden, oder weil ſie durch die gewalthaͤlgen Anſtalten, womit die eigenmaͤchtigeBeſitzer, ihre Weiber vor den Unterneſmungen derer, die keine haben, verwahreldaran verhindert werden. 0

Doch ich wuͤrde ihre Beſcheidenheit dukt,die Erzaͤhlung dieſer Abſcheullgkeiten beleidigen; da die bloſſe Vorſtellung dabnichts als Aergerniß bringet, wie viel me