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Der Ehe⸗ bindungen demjenigen zur Schande gerel,ſtand, chen, welcher das Ebenbild GOttes auf
Erde vorſtellen, nichts als Gutes ſtifften/und die Ordnung erhalten ſolle? Jedemann iſt in ſeinem Gewiſſen uͤberzeuget/daß es nicht noͤthig ſey eine an ſich klageSache vor etwas zweifelhafftiges anzuſe,hen, es ſeye dann, daß er ſich ſelbſt einenblauen Dunſt vor die Augen machen wolle/ den ihm die ſpitzfindigen Einfaͤlle desEigen⸗ Liebe an die Hand geben. Aber elne andere, und ihrer Schwierigkeit unerachtet, der Unterſuchung wohl wuͤrdlgeFrage iſt, wer der Geſellſchafft mehSchaden zufuͤge, ob derſenſge, welcher elnes andern Frau verfuͤhret, oder derjenige/welcher eine ledige Perſon beſuchet, unddoch den Zuſtand der Kinder vermittelst el-ner rechtmaͤſſigen Verbindung auf keinengewiſſen Fuß ſetzen will?
Wieun, Wir halten mit Rechte und dem Ur-„Gechedes theile aler Voͤlker gemaͤs, den Ehebru
vor das allerſtrafbareſte Laſter, nur denMord allein ausgenommen, weil er untenallen Raubereyen die aͤrgeſte, und eineBeleidigung iſt, woraus Mord und dasentſetzlichſte Ungluͤck entſtehen kan.„Die andere Art eines unerlaubten Ver-ſtaͤndniſſes, verurſachet gemeiniglich kein ſogroſſes Aufſehen als der Ehebruch. DasUbel ſo der Geſellſchafft dadurch zugefü-get wird, faͤllet nicht ſo ſtark in die diteun