40 Schau/ Plat der Natur.
Derckhe⸗ Vergnuͤgen gemacher? Warum hat zumſtand.
Beyſpiele, der Schoͤpfer den Nahrungs-Mitteln, welche der Menſch genieſſen ſolle-einen angenehmen Geſchmack beygeleget?Warum befindet jedweder einen Trleb beyſich, mit ſeinem Naͤchſten Unterredung zupflegen? Empfaͤnde er keine Luſt dabey, ſomouͤchte er ſich in ſeinen Unterſuchungenvertiefen, und daruͤber die Beduͤrfniſſe desLeibes vergeſſen, oder der Geſellſchafft ſichentziehen, zu deren Dienſte ihn Gott be-ſtimmet hatte. Das Vergnuͤgen iſt eindringender Mahner, welcher die Vernunffterrinnert, wovon ſie gedenken ſolle, hinge-gen weis dieſe, wie koſtbar die Zeit unddie Geſundheit ſey. Sie laͤſſet das Ver-gnuͤgen des Umganges und der Tafel dleGraͤnzen der Nothdurfft nicht uͤberſchrei-ten, ſie laͤſſet ſich dieſe Reitzungen keines!weges übermeiſtern, ſondern im Gegenthel-le herrſchet ſie über dieſelbigen.
Eben alſo iſt es auch mit den uͤbrigenund ins beſondere mit denen beſchaffen-welche GOtt mit der ehelichen Geſell-ſchafft verknuͤpfen wolte. Ihr Endzweiſt die Vermehrung des menſchlichen Ge-ſchlechtes zu befoͤrdern, und dieſer wird zuſolge der Goͤttlichen Einſetzung wuͤrklicherhalten, woferne beſagtes Vergnügen ſel-ner Regel unterworffen bleibet. Abelunordentliche Verbindungen were zur,Unte