Suͤnffte Unterredung. 127
8 J Die5 er nur den Leuten zu gefallen eraseDleſe Kunſt, welche beynahe die ein, Sohne.
zige wichtige Sache in der Welt iſt, in⸗ Grund-
em wer ſie beſitzet, weder Verſtand noch Satze derGeſchicklichkeit, noch Tugend noͤthig hat, gaalenkan durch gewiſſe algemeine Mittel erwor⸗ gelalen.den werden, aus welchen, als aus eben ſo
olelen Quell e erflieſſen. en, alle Annehmlichkeiten her-
Nebſt der Heucheley, als der Seele die⸗ Die Heuser Kunſt, und welche alle Pflichten nach cheley.am Willen derjenigen abmiſſet, in welcherZunſt man ſich ſetzen will; ſind vornehm-
lich zwey Mittel, wodurch man ſich bey derWelt am allermeisten beliebt machen kan,— Spielen, und ein gewiſſes freyes We-en.
1) Eine von den vornehmſten Schul⸗ Das
digkeiten eines angenehmen Menſchens, iſt Spielen.ieſe, daß er hoch ſpiele, und ſein Geld mitee verliehre.— ſtarkerShleler iſt gewiſſer maſſen ein Romanen-eld, der alle Augendlicke in Bereitſchafftehet, eines zu wagen, und andern zu ge-alen, ſich die Haut zerkerden zu laſſen.
r iſt ein angenehmer Welt, Weiſer, den
an bey allen Umſtaͤnden unveraͤndert fin;
Er raffet das gewonnene Geld mit
ſroͤſter Gleichguͤltigkeit zuſamm, und zah-et das verlohrene mit lauter Lachen aus.Inner-