178 Schau⸗ Platz der Natur.
Der über das ganze menſchliche Geſchlecht, mitUnter ⸗ niemand mehr etwas zu ſchaffen haben, undSen alles ſeinem eigenen Verſtande zu dancken.haben wolte, auf welchen er ſich mit
groſſer Zuverſicht verlaͤſſet. Sagen do
elnige Weltweiſe, ein weiſer Man ſey ſich
ſelbſt genug, vielleicht iſt der Menſchen⸗ g
feind dieſer welſe Mann, und die Sache
gehet an? Es iſt um elnen Verſuch zu
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thun.
Damit er ſich alſo mit einem mahle volder Geſellſchafft losmachen moͤge, die auslauter unwiſſenden und wiederwaͤrtigenLeu⸗ ften beſtehet, ſo wirfft er ihr alles vor deFuͤſſe, was er von ihr empfangen hatteKleider, Künſte, Handwercke, Wiſſen-ſchafften, Geraͤthe, Religion. Er ver-giſſet und verlaͤſſet alles. Er iſt ein ſtren,ger Carteſianer, und glaubet ſeine Ver“nunfft werde ihm allen Mangel erſezen.verbannet iich alſo nebſt ihr in die wildeEinoͤde. Daſelbſt ſchmelzet er, ſo zu ſa/gen, alle ſeine Begriffe ganz um, und nim,met aus ſeinem Kopfe eine gelaͤuterte Elkenntniß, aus welcher ſo fort alle noͤthigeErfindungen herflleſſen werden. Vergeb-liche Anſchlaͤge! eltele Hoffnung! Che wasphiloſophiren will, muß man zuvor etwzu leben haben. Ich will nichts von devergeblichen Bemuͤhung ſagen, wenn elnMenſch den Begriff der wahren Nel