Sechſte Unterredung. 185
ind umzuwaͤlzen, vor eine herrliche Tugend Deren ausſchreyen. Das Chriſtenthum leldet Unter;die“ weder Veranderung noch Zuſätze. Es peio derhen verlanget, wir ſollen ſogar allen boͤſen Stande.be“ Schein vermeiden. Es beſiehlet, wir ſol-vo, len das Gute mit aller Einfalt einer Tau-mi be ausüben, aber auch das Boͤſe mit der„eo Scharfſinnigkeit und Einſicht eineror ſchlange unterſcheiden, und der Gefahre. mit Klugheit entfliehen. Demnach muͤſ-se en wir das Boͤſe und die Gefahr einſe-n, welche mit dem Übermuthe und der8 etteley unzertrennlich zuſammhaͤngen,Deen wir ſie beurtheilen, und nach Ver-e enſte verabſcheuen können.Erſtlich uͤbertritt ſowohl der reiche alswe der arme Faullenzer, einer wie der andere,lee die Ordnung, welche jedwedem Menſchenang eine ernſthaftige und nuͤtzliche Arbeit zu ver-daß dichten auflegek. Sie verfahren ale bee-bie⸗ e auf eine hoͤchſt ungerechte Weiſe, indemeſe⸗ 0 dasjenige, was andere mit ihrer Ge-daß chicklichkelt und ſauerm Schweiſſe zu We-ger ge bringen, zwar genieſſen, ihres Ortesan aber zu anderer Leute Vortheil nicht dieals deeingſte Muͤhe uͤbernehmen, noch den min-et/ neden Fleiß erzeigen wollen. Ihre Koͤpfeale 0 Haͤnde ſind vor das gemeine Beſtekelt 90 ohnerachtet ſie ſo viel zu ernaͤhren ko-rde Ken Dieſer Muͤſſiggang iſt eine anſte-er, Lende Seuche, welche einen Theil desum M 5 Hau-