566 Schau ⸗ Platz der Natur.
Die Er⸗ Kunſtſtuͤcken, in kuczer Zeit eine Sprach
ziehung zu lehren, biel Wind zu machen, ſo wir
one mon das Vergnügen haben, daß die Lin“Sohne tergehene eben ſo reines Lateln vorbringen/als ob ſie zu den Zeiten des Auguſti lebten,Unter den jungen Leuten, welche ihre
Studia in der offentlichen Schule treiben,
ſind ſehr viele, denen es an den Guͤtern de
Glückes fehlet, und welche dieſen Mange
durch nichts anders erſetzen koͤnnen, al
durch dasjenige was ſie lernen. Dieſe
erkennen ins gemeln welt beſſer als die Reb
chen, wie gut man es mit ihnen meyne/
und ſie bequemen ſich willig zu allem, waß
der Lehrmeiſter von ihnen verlanget. In
dem ſie nun ſieben biß acht Jahre nach!
elnander von allem Umgange gleich ſam ab/
geſondert leben, uod in dieſer Zeit gewohnt K
ſind, nichts vorzubringen, was ſie nicht zu/ N
vor wohl uͤberleget, nach den, Regeln del 0
G
fe
Speach⸗Kunſt ſorgfaͤltig unterſuchet, undmit ſelbigen einſtimmig befunden haben, ſewerden ſie auſſer Stande ſeyn, ſich zu zelgen, und aus dem Stegreife etwas mit gu-ter Geſchicklichkeit vorzutragen. Es ſchel/ lenet, als ob ſie zu ſolcher Zelt nur halben bVerſtand, oder wohl gat keinen hatten/ beſie ſind verzagt, und unterſteden ſich kaun inden Mund zu oͤffnen. Wir muͤſſen dahers kibillich darauf bedacht ſeyn, die Geſchicklichkeit der Armen aus dem Verderben 1re