Vierzehende Unterredung. 567
retten, und ihr aufzuhelffen, indem die groͤ' Dieeſte Hoffnung des Staats in der That Erzie-auf ſelbige gegruͤndet iſt. Wir muͤſſen 805 detbey ihrer Unterrichtung eine Lehr⸗Art ge⸗ Sohne
rauchen, welche ſie zu einem zierlichen undangenehmen aber ungezwungenen Vor-trage geſchickt machet. Wie koͤnnen ſieplumpe Reden vorbringen, wenn ſie zehenJahre nacheinander nichts als die an demofe des Auguſti gewoͤhnliche Sprachegehoͤret haben? Wie koͤnnen ſie im Vor-gage verzagt ſeyn, wenn man ſie zehenfahre nacheinander geuͤbet hat, ohne vor-gaͤngige Bedenk⸗ Zeit aus dem Kopfe zureden, vorgelegte Fragen zu beantworten,und ſchrifftliche Aufſaͤtze zu machen.
Doch/ indem wir uns bemuͤhen unſern ggitig zuKindern eine Fertigkelt im Denken und im 9
eden beyzubringen, muͤſſen wir mit glei⸗ muß man
er Sorgfalt verhüten, daß ſie nicht auf vermeiden.
as ſchimmernde aber eltele und von allerruͤndlichkeit entbloͤſete Geſchwaͤtze gewiſ-ſer Schrifftſteller verfallen, und unter demorwande ſchoͤn zu denken, eine Reiheleerer Worte und falſcher Begriffe zu-ammfllcken. Man klaget kaͤglich daruͤ-er, daß die ſogenannte wizige Schrifften
mit ſo vielem Dunſte angefuͤllet ſeyen, mit
einem falſchen Glanze, welcher verſchwin-det, ſobald ihn die Vernunfft beleuck tet.Unterdeſſen gebrauchet man doch die Vor-
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