Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
352
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?52 ' 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

Breysach einen Vergleich mit Frankreich unterzeichneten, vermöge dessen die ganze ^

mee m französischen Diensten büeb, rmd dem König verwilliget wurde , alle Mähe ^

verstorbenen Herzogs halb nnt Teutschen und halb mit Franzosen zu besehen Dervon Erlach aber blieb Befehlshaber zu Breysach. ' ^ ^

Die ganze Armee erkannte hierauf den Herzog von Lonauev.lle für W"General und drang m dle Pfalz em Der Herzog wollte zu dem schwedischenschall Banner stossen, »nd mt ihm m dre ösireichschen Erblander einfallen.war am ersten Feoeuar dieses ^zahrs nm 18000 Mann und 80 Stücken, ohne Leb^'Mittel und Geld, üoer die Elbe gegangen, „»d in das Braunschweigische eingedru"<lwell die Herzoge von Braunschwelg und Lüneburg den Präger Frieden ange--^men hatten. Von da gieng er in das Erzstjft Magdebl.rg und sogar nach Sachsen, -bey Chemnch erncn vollkommenen Sieg über die Kaiserlichen erfocht, der ihn in °

E'°b°-un-.n in Sachsm -n mnch-n.

A-rät,Herrin- Jedoch, das Halis Oestreich verschmerzte den in Teutschkand erlittenen

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gen^.^Krieg lust m Betrachtung der Vortheile, welche die Spamer^in Italien erhielten

litischen und kriegerischen Angelegenheiten in diesem Jahr eine"g'an; and'ere Gestalcmen. Der junge Herzog von Savoyen, Franz Hyacinth, war am vierten ^ber vorigen Jahrs gestorben, und es beruhte also die regierende Linie auf dem einF,,vierjährigen und schwächlichen Prinzen Rarl Emanuel. Um so mehr musten dieden Brüder, der Kardinal Moritz und der Prinz Thomas alle Vorsicht anrve»^damit nicht bey frühzeitigem Absterben ihres jungen Vetters ihnen desselben Länder ^Frankreich entzogen würden, da ohnehin die französische Armee den qrösten ^beilbeseht hatte. Sie suchten sich dazu der kaiserlichen lehnsherrlichen Gewalt zu bed^und Ferdinand der Dkttte bewteß sich hiermn sehr willfährig. Er ließ an die ^tin einen Befehl ergehen, worinn er das Testament des Herzogs Viktor AmaEfür ungültig erklärte und hingegen die Prinzen als die nächsten Verwandten zu Vor-" j»dern und Regenten ernennte. Zugleich entließ er die Unterthanen ihres der Ha '4geleisteten Eides, und befahl, daß sie den neuen Regenten bey hoher Strafe geh^sollten. Dies machte starken Eindruck in die Gemüther der Einwohner, dieBedrückungen der französischen Armee seufzten und über die Neigung ihrer Rege"""!,Frankreich sehr aufgebracht waren; und es traten sehr viele zn der Partey der Pri"st.Der Kardinal Motitz rechte zu Anfang dieses Jahrs unbekannter Weise nachmvnt, und zwar zuerst nach Carmagnola, hierauf aber, weil dort seine Anschlägt ULungen waren, nach Chleri. Hier gedachte er durch den Kommandanten der Ci<j.

zu Turin es so einzuleiten, daß er Meister von derselben würde. Aber auch z">"

renmal wurden seine Absichten entdeckt, und die Herzogin ließ ihn unter dem xji

ihn vor den Franzosen sicher zu stellen, durch eine Kompagnie von ihrer Garde üb

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Gränze bis ins Montferatische bringen. Es war nun kein anderer Weg

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