Band 
Erster Theil.
Seite
127
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2. Mschnit. Von dem Sündenfal der Menschen. 127

^rte nicht nur vor lauter Paradiese angesehen worden, sondern auch in ihren Erbeschrei- 2ahrr>-w.i.düngen ausserhalb unserer Erde verleget worden. Durch welche Ueberlieferung, nebst" 'der algemeinen Neigung der Kirchenväter sowol als heidnischen Schriftsteller, das Pa-radies in die südliche Helfte der Erdkugel oder jenseit der Linie zu setzen, ein neuerer Ge-lehrter verleitet worden^), eben diese Meinung anzunemen; obgleich nach seiner Vorstel-lung die ganze Erde vor dem Sündenfal in einem hohen Grad paradiesisch gewesen sey»

Mus.

!

Zweiter Abschmt-

Von

dem Sündenfal der Menschen.

Inhalt,

betonst einen Befehl von GOtt: 147- leget den-Lhleren ihre Namen bey, »48. und empfängt dieEva zu seiner Gehülfin. >qy. Wie lange dieserZustand gedauret, da« kan so eigentlich nicht bestim-met werden. >50. Hierauf wird gehandelt w vomSündenfal an und vor sich selbst. Mosis Er-rälung hievon, ,;i. nebst Anzeigung der vvrnehm-kenSchwierigkeiten, die darinnen liegen-152. Die-ser Erzalung bnchstäblicher Verstand mus beibehal-ten werden.Dem zufolge wird gezeigct, daßder Verführer der Teufel gewesen, >54- daß er aberzu seiner Dcrfürnng den Körper einer Schlange er-wehlct; 155. welches vermutlich keine gemeine,sondern eine von den fliegende» und glänzendenSchlangen gewesen, 156. durch welche er die Eva

angeredet ; 157. daher auch die Schlange einen Fluchdavon getragen. i;8- Was es mit den zweyBäumeii vor eine Beschaffenheit gehabt habe, undZwar theils rmt Dem Baum des Lebens, 159. theil-mit dem Baum des Erkenntnisses. IÜO. Die Ediesem angesteltc Prüfung ist eben so gerecht >61. alsdie darauf erfolgte Strafe. >6r. Daß GOtt. dengefallenen Menschen Kleider zubereitet, nachdem siesich selbst mit Feigenblätter» bedecket, ,6z. 164. undden Zugang zum Paradies verwaret. ,6;. 2) Vonden Wirkungen des Süudensalles, und zwar i.audem Menschen, 166.167. 2. an dem ganzen Erdbo-den ; 163. wobey sowol des Burner als whistonsMeinung vorgetragen wird. lös-.-?»-

§' r47.

a GOTT Adam unmittelbar nach seiner Erschaffung in den Garten Eden geseßet, Adam wirddessen Lage wir bisher zu entdecken bemühet gewesen, daß er denselben bauen und «'s Paradiesbewaren solte; hat er ihm von allen Früchten dieses Gartens zu essen erlaubet, nurBaum des Erkentniffes des Guten und Bösen ausgenommen, davon er ihm zu essendas nachdrücklichste verboten, unter Bedrohung des Todes, als einer unvermeidlichenoolge seines Ungehorsams ^).

§. » 48 -

Die erste Verrichtung Adams nach seinem Eingang ins Paradies, noch am Tage Ertheilt denmner Schöpfung, hat darin bestanden, daß er allen Thieren und Vögeln Namen bergele» »amenA, die sich bey ihm eingefunden, nicht nur zu demselben Ende, sondern ihm auch gleichsamiu huldigen, und ihn zu überzeugen, daß sich unter ihnen allen keine ihm anständige Gesel-'Hast befinde *). Wir könten bey dieser Gelegenheit etwas von dem Ursprung der Spra-ye gedenken, wo wir nicht diese Untersuchung auf einen bequemern Ort verstärkten (^).

§. r49-

^S^E'rkevr.l'eII.I.ib.i.c. 7 . O i Mos. 2,1;, «. s. i Mos, r, 19.2O.

Da die Ertheilung der Namen bey so hat GOtt durch diese Handlung dem Adam die?^en, sonderlich morgenländischen Völkern, je- Herschast über das ganze Reich der Thiere ertheiletein Zeichen der Herschaft, des Eigentums und ihn davon Besitz nemen lassen; wobey garder Besitznemung gewesen, r,Rön. »3,24.24,»?; leicht den Thieren ein solcher Eindruck vom Men-schen